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Mehr Fußgänger verunglücken in Niedersachsen

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Die Zahl der verunglückten Fußgänger in Niedersachsen ist gestiegen.

Hannover - Mit Ausnahme von Hildesheim und Salzgitter ist die Zahl der verunglückten Fußgänger in den vergangenen fünf Jahren in den großen niedersächsischen Städten gestiegen. Das ist das Ergebnis eines "Städtechecks 2014".

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellte den Bericht am Dienstag in Berlin vor. In Bremen blieb die Zahl konstant, in Bremerhaven nahm sie ebenfalls zu. Bundesweit könnte mehr als die Hälfte der deutschen Städte mehr für die Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr tun, sagte die VCD-Sicherheitsreferentin Anja Hämel. Sie sollten Kreuzungen übersichtlicher gestalten und Straßen mit kleinen Hindernissen versehen, damit Autofahrer langsamer führen.

Der Studie zufolge waren bundesweit durchschnittlich 12 Prozent der Verunglückten zu Fuß unterwegs. Ein klassisches Risiko-Ranking ist beispielsweise wegen der unterschiedlichen Fußgänger-Anteile in den Städten methodisch nicht möglich, wie der VCD sagte. Untersucht wurde die Zahl der verunglückten Fußgänger in 80 Städten in den vergangenen fünf Jahren. 2013 starben bundesweit 3339 Menschen im Straßenverkehr, davon waren 557 Fußgänger (2012: 520). Mehr als jeder Zweite davon war älter als 65 Jahre.

dpa

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