Erdbeben der Stärke 7,2

Mehr als 100 Tote auf den Philippinen

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Foto: Zahlreiche Gebäude waren infolge des Beben teilweise eingestürzt, darunter Einkaufszentren, Krankenhäuser, Behörden, Hotels und Markthallen.

Manila - Nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen suchen Retter weiter nach Überlebenden. Es ist aber schwierig, Betroffene zu erreichen. Viele Straßen sind verschüttet.

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen vermuten Rettungskräfte noch zahlreiche Opfer unter den Trümmern. Bis Mittwochmorgen wurden 107 Leichen geborgen, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz. Es sei schwierig für Retter, alle Ortschaften zu erreichen. Erdrutsche haben einige Straßen verschüttet, anderswo versperren riesige Felsbrocken den Weg, die sich bei dem Erdbeben gelöst haben.

Es war das folgenschwerste Erdbeben seit 23 Jahren auf den Philippinen. Mindestens 276 Menschen wurden nach Angaben der Behörde verletzt. 2,8 Millionen Menschen seien von dem Erdbeben der Stärke 7,2 betroffen, vor allem auf der Insel Bohol rund 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, aber auch auf den Inseln Cebu und Siquijor. 12.600 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften, bei Bekannten oder unter freiem Himmel.

Auf Bohol und Cebu waren bei dem Erdstoß am Dienstag zahlreiche Gebäude beschädigt worden oder teilweise eingestürzt, darunter Einkaufszentren, Krankenhäuser, Behörden, Hotels und Markthallen. Präsident Benigno Aquino besuchte das Gebiet am Mittwoch und mahnte Geschäfte und Unternehmer in der Region, trotz Nachschubengpässen die Preise für Lebensmittel nicht in die Höhe zu treiben.

Das Beben der Stärke 7,2 erschütterte die Inseln 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila am Dienstag um 8.12 Uhr Ortszeit (2.12 Uhr MESZ). Das Vulkaninstitut registrierte bis Mittwochmorgen mehr als 800 Nachbeben, sagte Direktor Renato Solidum. Zwölf seien spürbar gewesen. Fast die Hälfte der Provinz Bohol war am Mittwoch noch ohne Strom. Die Reparaturen an Straßen und Brücken werde mindestens einen Monat dauern, teilte das Amt für öffentliche Baumaßnahmen mit.

dpa

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