Lange vor Pferdefleisch-Skandal

Mehrere Sportpferde tragen den Namen „Lasagne“

+
Lange vor dem Pferdefleisch-Skandal: „Lasagne“ haben gleich mehrere Pferdebesitzer ihre Lieblinge genannt.

Hannover/Warendorf - Nomen est omen: „Lasagne“ haben gleich mehrere Pferdebesitzer ihre Lieblinge genannt. Und das Jahre vor dem aktuellen Fleischskandal.

Mehrere Reiter hierzulande haben ihren Sportpferden den Namen„Lasagne“ gegeben - jedoch vor Bekanntwerden des Skandals um falsch deklariertes Pferdefleisch in Lebensmitteln. Bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf sind vier Tiere namens „Lasagne“ offiziell registriert. Das geht aus der Online-Namenssuche hervor, die die Organisation Reitern anbietet. Demnach wurde das erste Pferd, das die FN unter dem ungewöhnlichen Namen führt, bereits 1977 geboren - nach der gängigen Lebenserwartung dürfte es sich um eine Karteileiche handeln.

Die Liste nennt es jedenfalls noch. Weil Namensgleichheit verboten ist, müssen alle anderen„Lasagne“-Pferde einen Zusatz haben.„Lasagne 2“ hat beispielsweise laut der Liste das Geburtsjahr 1997. Neben „Lasagne“ gibt es auch einige andere ungewöhnliche Namen für Sportpferde. "Fury in the Slaughterhouse" (deutsch: Fury im Schlachthof) wurde im Jahr 2000 geboren. Diesen Namen gab sich einst auch eine bekannte Rockband aus Hannover.

Hintergrund Die Pferdenamensuche der FN ermöglicht Reitern die Suche nach in Deutschland bereits vergebenen Pferdenamen. So können sie überprüfen, ob der Wunschname, unter dem sie ihr Tier als Sportpferd anmelden wollen, schon vergeben ist. Während der Zuchtname meist Vorgaben unterworfen ist, kann der Sportpferdename prinzipiell frei gewählt werden. Zahlenvarianten des aus der Fernsehserie bekannten Pferdes "Fury" beispielsweise gibt es hierzulande hunderte Male.

dpa/ska

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare