Benotung an Grundschulen

Mehrheit ist für Schulnoten

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Foto: Schulnoten? Für 79 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen sollten diese bestehen bleiben.

Hannover/Hamburg - 79 Prozent der Bürger in Niedersachsen befürworten Schulnoten an Grundschulen, 61 Prozent sind der Meinung, dass in der Schule zu viele Unterrichtsstunden ausfallen.

Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das NDR Fernsehen beim Meinungsforschungsinstitut infratest dimap für den gesamten Norden in Auftrag gegeben hat.

Die Zustimmung für Schulnoten an Grundschulen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 92 Prozent am größten, gefolgt von Schleswig-Holstein (87 Prozent). Niedersachsen steht mit 79 Prozent an dritter Stelle und Hamburg (72 Prozent) an vierter.

In Schleswig-Holstein sind nur
11 Prozent der Befragten gegen Schulnoten an Grundschulen. Das ist besonders interessant, da es in dem Bundesland seit dem 1. August dieses Jahres für die Schüler der Klassen 1 bis 4 keine verbindlichen Noten mehr gibt. Auch die rot-grüne Koalition in Niedersachsen will es den Grundschulen langfristig freistellen, ob sie in den dritten und vierten Klassen Lernentwicklungsberichte oder Zensuren vergeben.

Auf die Frage „Sollten Lehrer am Ende der Grundschulzeit für den Besuch weiterführender Schulen Empfehlungen aussprechen?“ sprachen sich
19 Prozent der Befragten in Niedersachsen grundsätzlich gegen derartige Empfehlungen. Die Mehrheit von 67 Prozent ist für eine „orientierende Empfehlung, die nicht bindend ist“. In Niedersachsen soll diese Form der Laufbahnempfehlung ganz abgeschafft werden. Informationsgespräche mit Eltern soll es aber weiterhin geben.Für die repräsentative Studie hat infratest dimap insgesamt 1012 Menschen im Alter ab 14 Jahren in den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befragt.

dpa/r.

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