Mögliche Beteiligung von Al-Kaida

Elf Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

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Foto: Die Trümmerteile des verunglückten Flugzeugs in Tunesien.

Tunis - Ein libysches Sanitätsflugzeug mit elf Insassen stürzt im Nachbarland Tunesien ab. An Bord soll ein militanter Islamist gewesen sein, der früher Kontakte zum Terrornetz Al-Kaida hatte.

Beim Absturz eines libyschen Militärflugzeugs in Tunesien sind alle elf Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das als Sanitätsmaschine eingesetzte Flugzeug zerschellte in der Nacht zum Freitag rund 35 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tunis am Boden und brannte vollkommen aus. Vermutlich hatten schon in der Luft zwei Triebwerke Feuer gefangen. Der Pilot der Maschine habe kurz vor dem Unglück noch Funkkontakt mit dem Flughafen Tunis gehabt, sagte ein Sprecher des tunesischen Verteidigungsministeriums.

An Bord der Antonow soll sich nach Informationen lokaler Medien auch Muftah Al-Dawadi befunden haben, der der radikalen Islamisten-Gruppe Ansar al-Scharia zugerechnet wird. Al-Dawadi hatte einst an der Seite der Al-Kaida-Terroristen in Afghanistan gekämpft. Er saß in Libyen mehrere Jahre im Gefängnis, bevor er 2011 freigelassen wurde. Nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi arbeitete er eine Zeit lang im Ministerium für Kriegsversehrte.

dpa

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