Metalltarifrunden im Norden ergebnislos auf April vertagt

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Foto: IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine konnte nach den Verhandlungen in Hannover kein Ergebnis präsentieren.

Hannover - Knapp zwei Stunden dauerte die erste Metalltarifrunde. Sowohl in Hamburg als auch in Hannover konnten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht einigen. ImApril soll es weitergehen.

Die Tarifverhandlungen für die rund 250.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland sind am ersten Tag nach knapp zwei Stunden vertagt worden. Sowohl die Verhandlung für Niedersachsen in Hannover als auch die parallel laufenden Gespräche für den Bereich Küste in Hamburg blieben am Freitag ergebnislos und sollen im April fortgeführt werden.

Zum Bereich Küste zählen Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Nordwesten Niedersachsens. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld für alle Mitarbeiter. Die Arbeitgeber lehnen dies mit Verweis auf unsichere Zeiten und fehlendes Wachstum ab.

„Eine Krise ist nicht in Sicht“, betonte IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Hartmut Meine in Hannover. Alle seriösen Experten gingen für 2013 von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung aus.

„Die Umsätze befinden sich in einer Seitwärtsbewegung und diese Stagnation bietet wenig Raum für höhere Löhne“, sagte Werner Fricke von NiedersachsenMetall der dpa in Hannover. Die Forderung der Gewerkschaft passe daher nicht zur aktuellen Entwicklung. Je nach Tarifstufe hätten die Metaller mit einem Plus von 5,5 Prozent pro Monat 110 bis 280 Euro brutto mehr. In Niedersachsen würden rund 100.000 Metaller von einer Tariferhöhung profitieren. Die zweite Tarifrunde soll am 22. April stattfinden.

„Die IG Metall fordert mehr als fünfmal so viel wie die Wirtschaft in diesem Jahr wächst“, sagte Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch in Hamburg. Die Arbeitnehmervertreter forderten Nordmetall auf, in der nächsten Tarifrunde am 24. April in Kiel ein Angebot für die rund 140 000 Metaller im Bereich Küste vorzulegen.

dpa

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