Mehrere Tote

Millionen im Osten der USA ohne Strom

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Bei heftigen Gewitterstürmen im Osten der USA sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.

Washington - Ein Gewittersturm hat für Millionen Amerikaner den Strom gekappt. Ohne Klimaanlage ist die Hitzewelle kaum zu ertragen - mindestens 13 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

Bei einem schweren Unwetter in den USA sind nach einem Medienbericht vom Samstag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Die heftigen Gewitterstürme im Osten des Landes haben Millionen Amerikaner von der Stromversorgung abgeschnitten. Bei einer Hitzewelle von 40 Grad müssen die Menschen ohne Klimaanlage und Kühlschrank auskommen. Bis die meisten Betroffenen wieder Strom haben, dürften Tage vergehen.

Der Sender NBC sprach von mindestens 13 Toten. Stromausfälle gab es von Indiana im Mittleren Westen bis nach New Jersey an der Atlantikküste. Etwa drei Millionen Menschen hatten keine Elektrizität. Allein im Großraum Washington, wo die Unwetter in der Nacht zum Samstag am heftigsten wüteten, waren mehr als eine Million Menschen ohne Strom. Bewohner sprachen von einem der schwersten Unwetter seit Jahren. Die Stürme erreichten Spitzengeschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometer. In Virginia, West Virginia, Ohio und der Bundeshauptstadt Washington wurde der Notstand ausgerufen.

Weite Teile im Osten leiden seit Tagen unter einer Hitzewelle von streckenweise über 40 Grad - durch tropische Schwüle sind die Temperaturen extrem schwierig zu ertragen.

Zwar brachten die Unwetter zeitweise Abkühlung - aber bereits bis Samstagmittag zogen die Temperaturen wieder kräftig an. Das Thermometer kletterte auf Werte um 40 Grad. In Washington wurden „Kühlungszentren“ eröffnet, in denen Menschen, die zu Hause keine Klimaanlage haben, Zuflucht finden können.

Massive Stromausfälle nach Gewittern sind keine Seltenheit in den USA, sondern eher der Regelfall. Ursache sind weniger die Stürme als die marode Infrastruktur: In vielen Gegenden verlaufen die Stromleitungen noch immer oberirdisch über Masten - ein umgestürzter Baum oder ein abgebrochen Zweig kann so ein ganzes Viertel lahmlegen.

Dagegen gibt es in den Waldbrand-Regionen im westlichen Bundesstaat Colorado einen ersten Hoffnungsschimmer: Die Bekämpfung der Flammen mache zwar Fortschritte, Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden, hieß es. Hitze, Trockenheit und Wind könne die Arbeit der Brandbekämpfer erschweren, hieß es.

Bei den Waldbränden in Colorado kamen bereits zwei Menschen ums Leben. Es handelt sich um die schwerste Feuerwalze in der Geschichte des Bundesstaates. 350 Häuser wurden zerstört.

US-Präsident Barack Obama sprach den Menschen am Freitag (Ortszeit) Mut zu. „Wenn Naturkatastrophen dieser Art zuschlagen, steht Amerika zusammen“, sagte er in einem evakuierten Wohngebiet in Colorado Springs. Niedergebrannte Häuser und völlig ausgebrannte Autos säumten seinen Weg durch das Katastrophengebiet. „Die Zerstörung ist enorm“, meinte Obama.

dpa

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