Meyer Werft

Modernstes Forschungsschiff wird an Wissenschaft übergeben

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die „Sonne“ im Juli in Rostock getauft.

Wilhelmshaven - Das modernste deutsche Forschungsschiff wird am Montag (11.15 Uhr) in Wilhelmshaven an die Wissenschaft übergeben. Die „Sonne“ löst nach 36 Jahren ihren gleichnamigen Vorgänger ab.

Der 116 Meter lange Neubau der Papenburger Meyer Werft kostet rund 124 Millionen Euro. Rund 90 Prozent bezahlt der Bund, den Rest teilen sich Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die „Sonne“ im Juli in Rostock getauft.

Zur Übergabe am Montag werden Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erwartet.

Das Forschungsschiff „Sonne“

Die „Sonne“ ist das neue deutsche Tiefseeforschungsschiff. Nach der Übergabe an die Wissenschaft am Montag in Wilhelmshaven kann es bei Antrittsbesuchen in mehreren Hafenstädten besichtigt werden.

Größe: Die „Sonne“ ist 116 Meter lang und 20,60Meter breit. Neben der Besatzung von 35 Männern und Frauen können bis zu 40 Wissenschaftler an Bord gehen.

Geschwindigkeit: Mit bis zu 15 Knoten (knapp 28 Kilometer pro Stunde) soll das Schiff vor allem im Pazifischen und Indischen Ozean fahren.

Ausstattung: Neben Kränen, Kühlräumen und Laboren gehören Tiefsee-Lotanlagen zum Equipment. Damit kann der Meeresboden vermessen werden. Mit videogesteuertem Gerät können die Forscher von Bord aus Proben nehmen.

Forschung: Das Schiff soll zur Erforschung unterschiedlicher Bereiche beitragen. Dabei geht es etwa um den Einfluss der Meere auf das Weltklima oder um marine Rohstoffe.

Bauwerft: Gebaut wurde der Koloss in Papenburg auf der Meyer Werft. Ursprünglich sollte die Schwesterwerft Neptun in Rostock den Bau ausführen, doch um Überkapazitäten auszugleichen, wurde das Projekt nach Niedersachsen verlagert.

Kosten: 124,4 Millionen Euro investieren der Bund und die Küstenländer in das neue Flaggschiff. Eigner wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

dpa

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