Weniger Schüler

Möllring will Lehrerstellen abbauen

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Foto: Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring regt den Abbau von Lehrerstellen an.

Hannover - Weniger Schüler heißt für Finanzminister Hartmut Möllring langfristig auch weniger Lehrer. In einem Zeitungsinterview sagte er, man müsse über Stellenabbau nachdenken. Von Parteien und Bildungsverbänden kam scharfe Kritik.

Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hat in einem Zeitungsinterview den Abbau von Lehrerstellen angeregt und damit den Zorn von Opposition und Bildungsverbänden auf sich gezogen. Möllring sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, angesichts stark zurückgehender Schülerzahlen müsse man auch über die Reduzierung der Lehrerstellen nachdenken. Bei weniger Kindern brauche man auch weniger Lehrer. Ein Sprecher stellte klar, dass es sich um eine allgemeine Aussage handelt, die auf eine entfernte Zukunft ausgerichtet sei. Konkrete Pläne über Stellenzahlen und Zeiträume gebe es nicht.

Kultusminister Bernd Althusmann sagte am Freitag: „Richtig ist, dass die Schülerzahlen sinken. Richtig bleibt aber auch, dass damit nicht automatisch weniger Klassen entstehen. Mittelfristig sehe ich keine Veranlassung für einen Stellenabbau.“ Die durch den Schülerrückgang freiwerdenden Stellen sollen genutzt werden, um die Bildungsqualität zu steigern. Seine Pläne enden 2020, über die Zeit danach werde er nicht spekulieren. Widerstand gegen Lehrerstellenabbau kam vom Koalitionspartner: „Für die FDP steht fest, dass alle Ressourcen im Bildungsbereich bleiben. Das ist auch in der kommenden Legislaturperiode nicht verhandelbar“, sagte Bildungsexperte Björn Försterling. Scharf kritisiert wurde Möllring von SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil und den Lehrerverbänden.

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