Von Dashcam überführt

18 Monate Führerscheinentzug für Verkehrsrowdy

Verden - Zu acht Monaten Haft auf Bewährung und einem Führerscheinentzug von 18 Monaten ist ein Volkswagen-Fahrer vor dem Amtsgericht Verden verurteilt worden. Der 46-Jährige wollte einen Autofahrer „für ein vorausgehendes, vermeintlich verkehrswidriges Verhalten maßregeln“, indem er ihn nach dem Überholen ausbremste.

Als erstes Gericht in Deutschland hat das Amtsgericht Verden Bilder einer sogenannten Dashcam als Beweismittel in einem Strafprozess zugelassen. In einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung verurteilte das Amtsgericht einen 46 Jahre alten Mann wegen Nötigung und Straßenverkehrsgefährdung zu acht Monaten Haft auf Bewährung. Der Mann muss außerdem für 18 Monate seinen Führerschein abgeben. Er hatte als Fahrer eines VW T5 einen Alfa Romeo Mito zunächst überholt und dann ausgebremst. Wie das Gericht feststellte, wollte der T5-Fahrer den Mito-Fahrer so „für ein vorausgehendes, vermeintlich verkehrswidriges Verhalten maßregeln“. Es folgten weitere gefährlichen Fahrmanöver. Das Urteil stützt sich auf Aufnahmen einer Kamera, die der Fahrer des Mito auf seinem Amaturenbrett befestigt hat. Die Bilder seien verwertbar, entschied das Gericht – als erstes deutsches Strafgericht, wie eine Sprecherin sagte.

doe

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