Hamburger Naturschutzgebiet

Mordkommission tappt nach Leichenfund weiter im Dunkeln

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Am Wochenende hatte die Polizei die Teile der Leiche entdeckt. Todesursache oder Identität des Toten stehen noch nicht fest.

Hamburg - Nach dem Fund einer zerstückelten Männerleiche im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum tappen die Ermittler weiter im Dunkeln. Weder die Identität noch die Todesursache standen am Dienstag fest, wie Polizeisprecher Andreas Schöpflin sagte.

Grund ist unter anderem der starke Verwesungsgrad der Leichenteile: Die Experten würden jetzt nach DNA-Spuren suchen und Vermisstenfälle prüfen, die passen könnten. Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes.

Ein Spaziergänger hatte am Sonntag auf einer Wiese einen abgetrennten Arm entdeckt. Bei einer groß angelegten Suchaktion hatte die Polizei fast alle anderen Körperteile des Toten entdeckt. Sie waren in dem Naturschutzgebiet verteilt. Vermutlich wurden die Leichenteile dort schon vor mehreren Wochen abgelegt. Bei der Suchaktion hatten die Ermittler auch ein Messer gefunden. Ob es mit dem Toten in Zusammenhang steht, sei noch unklar, hieß es.

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei dem Toten um einen Mann. Er war vermutlich älter als 50 Jahre und hatte einen schütteren Haarkranz. Er war nahezu zahnlos und hatte nur im Unterkiefer überkronte Frontzähne. Nach Angaben der Rechtsmediziner wog der 1,75 Meter große Mann zu Lebzeiten gerade einmal 60 Kilogramm. Medienberichte, nach denen die Leiche mit einer Säge zerteilt worden sein soll, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Das Naturschutzgebiet Höltigbaum liegt im Stadtteil Rahlstedt im Nordosten Hamburgs. Das Gelände wurde bis Ende der 1990er Jahre von der Bundeswehr als Truppenübungsplatz genutzt.

dpa

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