Abfallbetriebe setzen auf's Internet

Müll im Netz

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Foto: Wer seinen Schrank nicht mehr braucht, ihn aber für zu schade für den Sperrmüll hält, kann ihn in Tausch- und Verschenkmärkte im Internet loswerden.

Oldenburg - Wer seinen alten Schrank nicht mehr braucht, kann ihn in Niedersachsen auf eine nicht-kommerzielle Art loswerden. Die Abfallbetriebe in Niedersachsen setzen zunehmend auf kostenlose Tausch- und Verschenkmärkte im Internet.

Die Abfallbetriebe in Niedersachsen setzen zunehmend auf kostenlose Tausch- und Verschenkmärkte im Internet. Wer zum Beispiel einen Schrank loswerden will, ihn aber für zu schade für den Sperrmüll hält, wird vielerorts auf das nicht-kommerzielle Angebot verwiesen. Vor allem in ländlichen Regionen seien die Internetbörsen gefragt, berichtete Bernd Maibaum aus Oldenburg, der mit seinem Internetportal bundesweit vor allem kommunale Partner bei den Tauschbörsen unterstützt. „Zum Beispiel im Landkreis Leer oder in der Grafschaft Bentheim läuft das wie verrückt“, sagte der Abfallberater.

Die Kleinanzeigen bleiben in der Regel vier Wochen auf der Website stehen. Sollte sich bis dahin kein Abnehmer finden, werden sie automatisch gelöscht. Wer auf diesem Weg einen alten Kühlschrank oder einen Fahrradanhänger los wird, ist nicht nur erleichtert, sondern tut auch etwas für die Umwelt.

Der beste Abfall sei derjenige, der gar nicht erst entsteht, betont die Abfallwirtschaftsgesellschaft aus Bassum im Landkreis Diepholz, die erst kürzlich einen Verschenk- und Tauschmarkt eingerichtet hat. Reale Tauschlager zu betreiben wäre für die Entsorger zu kostspielig.Ein Anbieter aus Syke beispielsweise möchte über die neue Bassumer Plattform kaum gebrauchte Langlaufkki verschenken. Ebenfalls in Syke kann ein schwarzes 100 Jahre altes Klavier abgeholt werden, leider nicht mehr stimmbar. Ein Frührentner aus dem Kreis Peine „sucht dringend Notebook oder PC und Flachbild-Monitor ... auch defekt.“

dpa

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