Tiefe Trauer in Glasgow

Müllauto tötet sechs Menschen

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Glasgow - Glasgow trauert - zum zweiten Mal in Folge vor dem Weihnachtsfest. 2013 hatte ein Hubschrauberabsturz zehn Menschen das Leben gekostet. In diesem Jahr wurden fünf Frauen und ein Mann von einem außer Kontrolle geratenen Müllauto getötet.

Inmitten tiefer Trauer forscht die Polizei nach den Ursachen des verheerenden Unfalls mit einem Müllauto im schottischen Glasgow. Der Lastwagen hatte am Montag mitten im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel in der Innenstadt Fahrt aufgenommen und mehrere Fußgänger erfasst. Sechs Menschen starben. Ein Polizeisprecher sagte, die Ermittler würden alles tun, um so schnell wie möglich die Ursache für die schrecklichen Geschehnisse herauszufinden.

Zehn weitere seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Glasgower Polizei am Dienstag. Unter den Toten seien fünf Frauen und ein Mann. Nach Informationen des britischen Nachrichtensenders BBC News gehörten drei der Opfer ein- und derselben Familie an. Es handele sich um ein älteres Ehepaar und dessen Enkeltochter.

Erste Berichte von Augenzeugen und Anwohnern deuteten daraufhin, dass der Mann am Steuer eine Herzattacke erlitten und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Der Fahrer lag am Dienstagvormittag nochim Krankenhaus. Die Polizei machte zunächst keine offiziellen Angaben zu der Unfallursache. Bereits am Montag hatte sie eine Straftat und einen terroristischen Hintergrund ausgeschlossen.

Glasgow trauert bereits das zweite Weihnachten in Folge. Im vergangenen Jahr war ein Polizeihubschrauber in ein Pub gestürzt, zehn Menschen starben.Am Dienstag legten Trauernde Hunderte von Blumensträußen in der Innenstadt von Glasgow nieder. Schottlands Ministerpräsident Nicola Sturgeon sagte: „Glasgow ist eine Stadt, die gezeigt hat, dass sie sich wieder aufrichten kann.“

dpa

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