„Murmeltiertag“ in den USA

Murmeltier „Phil“ prophezeit baldiges Ende des Winters

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„Und täglich grüßt das Murmeltier": Am „Groundhog Day“ hat Murmeltier „Phil“ seine Wetterprognose abgegeben.

Washington - Die Sehnsucht der Menschen nach einem baldigem Frühling schlägt seltsame Blüten. In den USA gibt es dazu ein bizarres Orakel. Hauptperson ist ein Murmeltier.

Jubel am „Groundhog Day“ im amerikanischen Punxsutawney: Murmeltier „Phil“ hat am Samstag ein baldiges Winterende in den USA prophezeit. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen „Murmeltiertag“, diente das Verhalten des Tieres in dem Ort im Bundesstaat Pennsylvania als Wetter-Orakel für die nächsten Wochen.

„Phil“ wurde am Samstag traditionsgemäß bei Sonnenaufgang vom Präsidenten des Murmeltiervereins aus seinem Bau gezogen. Die Regel lautet: Sieht das Tier seinen Schatten und zieht sich erschrocken zurück, müssen sich die Menschen auf sechs Wochen mehr Winter einstellen. Sieht er ihn nicht, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft.

Diesmal habe der Nager „einen baldigen Frühling für alle von uns vorausgesagt“, sagte der Präsident - Hunderte Schaulustige brachen in lauten Jubel aus. Das bizarre Ritual ist in den USA derart beliebt, dass TV-Sender das Ereignis live ausstrahlten. Das Spektakel findet bereits seit über 100 Jahren statt.

Der „Groundhog Day“ ist spätestens seit dem Kinofilm mit dem deutschen Titel „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993 weltberühmt. Dabei ist auf den Nager durchaus nicht Verlass: Im vergangenen Jahr etwa prophezeite „Punxsutawney Phil“ einen langen Winter - und lag damit gewaltig daneben. Dieses Jahr hoffen die Amerikaner, dass ihr pelziger Wetterfrosch recht behält.

dpa

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