Lokführer verhindert Bahnunglück

ICE muss wegen Lkw auf Schienen notbremsen

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Der ICE befand sich auf der Strecke zwischen Braunschweig und Hildesheim.

Hannover - Die schnelle Reaktion eines Lokführers hat am Donnerstagmorgen nahe Braunschweig einen womöglich folgenschweren Bahnunfall verhindert. Der Lokführer brachte seinen ICE mit einer Notbremsung nur wenige Meter vor einem Sattelschlepper zum Stehen, der auf den Schienen stand.

Der ICE war nach Angaben der Deutschen Bahn gegen 8 Uhr von Berlin in Richtung Frankfurt/Main unterwegs, als der Lokführer nahe Lengede (Landkreis Peine) einen Sattelschlepper auf den Schienen bemerkte. Der Lkw-Fahrer hatte offenbar versucht, die geschlossenen Halbschranken an einem Bahnübergang zu umfahren. Der Lokführer leitete bei Tempo 160 eine Notbremsung ein und brachte den ICE rund 20 Meter vor dem Fahrzeug zum Stehen. Der Lkw-Fahrer flüchtete mit seinem Sattelschlepper unerkannt.

Von den rund 350 Bahnreisenden wurde niemand verletzt. "Die haben wirklich großes Glück gehabt", sagte ein Bahnsprecher. Der Lokführer musste wegen eines Schocks in Hildesheim abgelöst werden, der ICE setzte anschließend seine Fahrt bis nach Frankfurt/Main fort.

Die Bundespolizei hat jetzt Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Dabei erhoffen sich die Beamten Hinweise von Zeugen. Unter anderem standen mehrere Personen sowie ein weiterer Lkw zu dem Zeitpunkt an dem Bahnübergang. Hinweise nimmt die Bundespolizei in Hildesheim unter 05121 / 7458950 entgegen.

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