Nach Verbrechen an Studentin

Mutmaßliche Vergewaltiger in Indien vor Schnellgericht

Foto: Demonstranten halten in Neu Delhi ein Plakat hoch. Das angestrebte Schnellverfahren gegen die mutmaßlichen Peiniger einer 23-jährigen Studentin kommt nur mühsam in Gang.

Neu Delhi - Entführt, vergewaltigt und tödlich verletzt: Die mutmaßlichen Peiniger einer indischen Studentin kommen jetzt vor Gericht. Bis auf einen droht ihnen die Hinrichtung.

Die erste Anhörung der mutmaßlichen Peiniger der vergewaltigten und getöteten Inderin vor einem neuen Schnellgericht in Neu Delhi verzögert sich. Richter Yogesh Khanna sagte, zunächst wolle er entscheiden, ob die Öffentlichkeit für die Sitzung zugelassen werde. Erst danach würden die fünf Beschuldigten vorgeführt. Die Anhörung sollte aber noch am Montagnachmittag stattfinden. Die Frau war Mitte Dezember in einem fahrenden Bus von mehreren Männern vergewaltigt und gefoltert worden. 13 Tage später starb sie an ihren Verletzungen.

Der eigentliche Mordprozess beginnt erst, nachdem sich die Angeklagten für schuldig oder unschuldig erklärt haben. Zuvor haben die Verteidiger Gelegenheit, die Punkte der Anklageschrift vor Gericht infrage zu stellen. Wie lange das dauern wird, ist unklar. Vor dem Schnellgericht sind fünf Tatverdächtige angeklagt. Ihnen droht die Todesstrafe. Der sechse Verdächtige soll minderjährig sein und daher vor ein Jugendgericht gestellt werden.

Der Anwalt A. P. Singh sagte vor der Anhörung am Montag, er habe bei Gericht beantragt, auch einen seiner beiden Mandanten als Jugendlichen anzuerkennen. Er sei am 1. März 1995 geboren worden und damit zum Zeitpunkt der Tat am 16. Dezember 2012 noch nicht volljährig gewesen. Er müsse daher ebenso wie der sechste Verdächtige vor ein Jugendgericht gestellt werden. Die Polizei habe den Geburtstag fälschlicherweise mit dem 1. März 1994 angegeben.

dpa

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