Gefahrgut-Unfall bei Göttingen

A7 nach zwei Tagen wieder frei

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Die Bergung des Lastwagens war für die Feuerwehr nur in speziellen Schutzanzügen möglich.

Göttingen - Zwei Tage nach dem schweren Gefahrgut-Unfall rollt auf der A7 bei Göttingen wieder der Verkehr. Am späten Nachmittag wurde auch die Teilsperrung aufgehoben. Bei dem Unfall war eine Person getötet worden.

Der Verkehr auf der A7 kann wieder rollen: Mehr als zwei Tage lang dauerten dort die Aufräum- und Sanierungsarbeiten nach dem Unfall eines Gefahrguttransporters. Am Sonntagnachmittag wurde erst die Strecke bei Göttingen zunächst wieder in Richtung Norden komplett freigeben. Ab etwa 16.30 Uhr wurde die Autobahn dann auch in Richtung Süden wieder geöffnet. Die wichtige Nord-Süd-Achse war seit Freitagmorgen komplett gesperrt gewesen, erst am Sonntagfrüh konnte die erste von sechs Spuren wieder freigegeben worden.

Ein Sattelzug mit Schädlingsbekämpfungsmitteln hatte am Freitag die Mittelleitplanke durchbrochen, war umgekippt und hatte Feuer gefangen. Der Fahrer eines Autos, das in die Unfallstelle hineinfuhr, kam in den Trümmern ums Leben. Seine Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen, der Lastwagenfahrer kam ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus.

Nachdem der Gefahrgut-LKW in der Nacht zu Sonntag geborgen werden konnte, hatten sich Fachleute zügig an eine Prüfung der Fahrbahndecke gemacht und entschieden, zunächst eine Spur Richtung Hannover freizugeben. Bis in den Nachmittag hinein wurde die Südfahrbahn Richtung Kassel abgefräst und anschließend eine neue Asphaltdecke aufgetragen.

Die Aufräumarbeiten verzögerten sich, weil die Ladung des verunglückten Lastwagen - dabei handelt es sich um Fässer mit Wühlmaus- undRattengift - beschädigt waren. In der Nacht zu Sonnabend mussten die Einsatzkräfte ihre Arbeit mehrfach unterbrechen, weil beschädigte Fässer gesichert werden mussten.Die Feuerwehrleute waren mit speziellen Schutzanzügen im Einsatz.

Zum Start in die Weihnachtsferien staute sich der Verkehr auf der Umleitungsstrecke über die Autobahnabfahrt Göttingen-Nord und die A38 bei Friedland auf etlichen Kilometern. Fernreisenden empfahl die Polizei, den blockierten Autobahnabschnitt weiträumig zu umfahren.

frs/dpa

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