Wegen Ruhestörung

Nachbar gesteht Messerangriff gegen 21-Jährige

Osterholz-Scharmbeck/Syke - Der gewaltsame Tod einer 21-Jährigen aus Osterholz-Scharmbeck ist geklärt. Ein 52-jähriger Nachbar hat zugegeben, die junge Frau am Donnerstagabend in ihrer Wohnung getötet zu haben. Er habe sie wegen angeblicher nächtlicher Ruhestörungen zur Rede stellen wollen.

Zwei Tage nach dem Verbrechen habe sich am Samstagabend ein 52-Jähriger gestellt und die tödlichen Stiche mit einem Küchenmesser zugegeben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei inVerden am Sonntag mit. Das AmtsgerichtSyke erließ Haftbefehl wegen Mordes.

Der Mann, ein Nachbar der Frau, sagte der Polizei, er habe die junge Frau amDonnerstagabend wegen nächtlicher Ruhestörungen zur Rede stellen und mit einem Messer einschüchtern wollen. Weil die Frau laut schrie, als er die Wohnung betrat, habe er mehrmals zugestochen, sagte der Frührentner.

Die Leiche war noch am Donnerstag von einem Bekannten in der Einzimmerwohnung der Frau gefunden worden. Der Mann hatte sie besuchen wollen. Polizeitaucher fanden das Küchenmesser am Sonntag in einem Gewässer neben dem Stadtpark.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Mordkommission soll es zwischen Täter und Opfer keine Vorbeziehung gegeben haben. Der 52-Jährige lebte allein und ist Frührentner.

Nach wie vor hoffen die Ermittler auf Zeugen. Die Beamten suchen nach einen Mann, der am Donnerstagabend zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr möglicherweise mit übergezogener Kapuze und einem hellen Stoffbeutel in der Hand, vom Tatort über die Treppe am Haus am Markt und an der Apotheke und dem griechischen Restaurant vorbei in Richtung Stadtpark eilig lief. Hinweise nimmt die Mordkommission unter Telefon (04791) 3070 entgegen.

dpa

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