Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Bad Nenndorfer Ehepaar verschollen in der Karibik

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Foto: Ein Ehepaar aus Bad Nenndorf ist von seinem Urlaub in der Karibik bisher nicht zurückgekehrt.

Bad Nenndorf - Seit mehr als einem Monat wird ein Ehepaar aus Bad Nenndorf vermisst. Christine und Reiner K. waren am 4. Mai in die Dominikanische Republik geflogen. Doch bis heute sind die beiden aus diesem Urlaub nicht zurückgekehrt. Die Polizei schließt nicht aus, dass das Paar Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwoch den mysteriösen Vermisstenfall. Danach wollten Bekannte das Ehepaar am 19. Mai am Flughafen Hannover abholen – doch weder die 56-Jährige noch ihr 66-jähriger Ehemann stiegen aus dem Flugzeug. Nachdem die Bekannten auch eine Woche später noch kein Lebenszeichen erhalten hatten, wandten sie sich an die Polizei. Kurze Zeit darauf habe sich auch der Arbeitgeber von Christine K. gemeldet, teilte Behördensprecher Axel Bergmann mit. Die Nenndorfer Polizei hat zwischenzeitlich Kontakt zu Kollegen in der Dominikanischen Republik aufgenommen. Die örtlichen Ermittler hätten daraufhin das Hotelzimmer in Bayahibe durchsucht und persönliche Gegenstände von Reiner und Christine K. gefunden. Von den beiden selbst fehlt indes jede Spur.

„Beide waren eher mit dem Rucksack im Hinterland unterwegs“, erklärte Bergmann. Es sei deshalb möglich, dass sich auf einem dieser Ausflüge ein Unfall oder ein Verbrechen ereignet hat. „Wir können nichts ausschließen“, sagt der Polizeisprecher. Denkbar sei allerdings auch, dass sich das Ehepaar entschlossen hat „auszusteigen“ und sich an einem unbekannten Ort der Karibikinsel aufhält. Dagegen spreche allerdings, dass sich noch viele persönliche Gegenstände im Hotelzimmer befunden haben. Der Fall gibt also viele Rätsel auf.

Während die Polizei in Bayahibe weiter nach den Vermissten sucht, haben sich die Schaumburger Kollegen bereits auf das Schlimmste vorbereitet. Nach Angaben Bergmanns wurden in der Wohnung des Nenndorfer Ehepaares DNA-Spuren gesichert, um zweifelsfrei die Identitäten von Christine und Reiner K. feststellen zu können, falls diese tot aufgefunden werden.

Doch noch hoffen Bekannte und Arbeitskollegen des Paares auf einen glücklichen Ausgang. „Wir können nichts weiter tun, nur noch abwarten“, sagte Bergmann.

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