Tag der Niedersachsen

Niedersachsen feiern sich erstmals in drei Städten

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Der Tag kann kommen, die Party beginnen: Festbesucherinnen in Goslar.

Goslar/Vienenburg/Wöltingerode - Beim 33. Tag der Niedersachsen gibt es erstmals drei Veranstaltungsorte, die an drei Tagen Besucher aus dem ganzen Land in den Westharz locken. Am Freitag wurde das Fest eröffnet, es findet gleichzeitig in Goslar, Vienenburg und Kloster Wöltingerode statt.

Aber auf magische Zahlen muss sich hier niemand verlassen, damit das Fest gelingt. Tausende Teilnehmer und Helfer haben seit Tagen an den Ständen gebastelt, Bühnen aufgebaut und den Trachtenkostümen den letzten Schliff gegeben. Dann kann es ja losgehen. Die Veranstalter rechnen mit insgesamt 150.000 Gästen.

In jedem Veranstaltungsort gibt es verschiedene Themenmeilen. „Ein Highlight ist sicherlich die Sportmeile im Kloster Wöltingerode“, sagt Helena Galanakis vom Stadtmarketing Goslar. Dort hat der Wasserski- und Wakebordverband Niedersachsen ein 40 Meter langes mobiles Wasserbecken aufgebaut - und jeder, der will, darf sich auf Wasserskiern ziehen lassen. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter hält, dann ist ein Absturz ins Wasser nicht ganz so schlimm. Gleich nebenan kann man sich mit Sauerstoffflasche auf den Grund eines Tauchbeckens begeben, für Wasserscheue gibt es eine Kletterwand und Bogenschießen.

Wer danach Hunger verspürt, könnte sich zur Schaumkusswurfmaschine wagen; und bei Durst schenkt ein elektrischer Roboterdiener Wasser ein (Energiemeile Goslar). Frisch gestärkt ist einem vielleicht wieder nach Fotografie und Malerei auf der Kulturmeile, die quer durch Goslars Altstadt führt. Auswahl gibt es genug, insgesamt elf Themenmeilen laden ein.

Am Abend gibt es auf zehn Bühnen unterschiedliche Musik. Höhepunkte sind die Bigband Jazzkantine (Sonnabend, 20 Uhr, FFN-Bühne Goslar), der deutschsprachige Singer Songwriter Johannes Oerding (Sonnabend, 21.30 Uhr NDR-Bühne, Goslar) und Schlagerstar Heino (Sonnabend, 22 Uhr, Bühne Antenne Niedersachsen, Wöltingerode). Aber auch lokale Bands bekommen hier auf großer Bühne die Chance, gehört zu werden. Außerdem gibt es DJ-Musik, Chöre und Tanz von Trachtengruppen. Apropos Vielfalt.

Als traditioneller Höhepunkt gilt am Sonntag der Trachtenumzug - er ist der Größte seiner Art in ganz Norddeutschland. Rund 120 Trachten- und Volkstanzgruppen mit mehr als 3000 Teilnehmern werden durch Goslars Innenstadt ziehen. Ab 15.30 Uhr lohnt es sich deshalb, sich am Rand der Strecke ein gemütliches Plätzchen zu suchen, um niedersächsische Traditionsklamotten zu bewundern.

Besucher aus dem Norden sollten kurz vor Goslar von der Bundesstraße 6 abfahren, um auf den gebührenfreien Parkplatz auf dem Gewerbegebiet „Baßgeige“ zu gelangen. Dort stehen 5000 Parkplätze zur Verfügung, alle zehn Minuten fährt ein Shuttlebus zum Gelände in Goslar (am Sonnabend von 9 bis 1.30 Uhr und am Sonntag von 9.00 bis 19.30 Uhr). Zwischen den Veranstaltungsorten verkehrt alle 20 Minuten ein Shuttlebus (am Sonnabend der letzte um 2.30 Uhr, am Sonntag 19.30 Uhr). Auch in Vienenburg und Wöltingerode gibt es kleinere Parkplätze. Die Festmeilen sind am Sonnabend von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Tag der Niedersachsen

Celle war imAugust 1981 Veranstaltungsort des 1. Tags der Niedersachsen. Rund 60.000 Menschen nahmen damals an der Premiere des Landesfestes teil, das auf Initiative des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Wilfried Hasselmann, zustande kam. Damals war Ernst Albrecht (beide CDU) Ministerpräsident in Hannover.

Inzwischen ist das Fest im Veranstaltungskalender des Landes fest etabliert, regelmäßig werden sechsstellige Besucherzahlen erreicht. 2012 kamen laut Innenministerium rund 150.000 Menschen nach Duderstadt, um sich ein Bild von der Vielfalt des Landes zu machen. In diesem Jahr findet der Tag der Niedersachsen erstmals an drei Orten gleichzeitig statt: In Goslar, Vienenburg und im Kloster Wöltingerode.

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