IS im Irak und Syrien

15 Niedersachsen kämpfen als Terroristen

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Foto: Die kurdischen Peschmerga kämpfen im Nordirak auch gegen Niedersachsen, die sich den IS-Terroristen angeschlossen haben.

Hannover - 15 Niedersachsen kämpfen laut Innenminister Boris Pistorius derzeit im Irak und in Syrien auf Seite der Terroristen im dortigen Bürgerkrieg. Insgesamt gingen die Sicherheitsbehörden sogar von 400 Islamisten aus, die aus Deutschland ins Krisengebiet gereist seien.

„Hier hat sich also eine neue terroristische Szene gebildet, und wir müssen alles dafür tun, damit sie nicht zu einer Gefahr wird, wenn ihre Mitglieder traumatisiert und weiter radikalisiert nach Deutschland zurückkehren", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Landtag in Hannover.

Gegen zwölf der aus Niedersachsen stammenden Islamisten werde wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft in Hannover mit. Ihnen drohe bei der Rückkehr aus dem Bürgerkrieg die Festnahme. Darüber hinaus gebe es in Niedersachsen aktuell rund 300 Salafisten, sagte Pistorius. „Diese sind größtenteils der sogenannten politischen Strömung zuzuordnen, die - zumindest vordergründig - Gewalt ablehnt."

Aufgrund des Krieges im Nahen Osten wachse die Szene auch in Niedersachsen kontinuierlich. Das Land arbeite daher eng mit der Polizei, dem Verfassungsschutz und den islamischen Landesverbänden sowie den mit ihnen verbundenen Gemeinden zusammen, um einer salafistischen Radikalisierung vorzubeugen.

dpa

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