Niedersachsen auf dem Smartphone

Niedersachsens Städte setzen auf eigene Apps

Hannover - Freie Parkplätze, die nächste Toilette oder den coolsten Spielplatz können Bürger in vielen niedersächsischen Städten über eine eigene App auf ihrem Smartphone finden. Das Angebot soll vielerorts noch ausgebaut werden.

Immer mehr Städte in Niedersachsen bieten eine eigene App für Smartphones an. Zu finden sind dort höchst unterschiedliche Dinge: Standard ist die Auflistung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, auch Veranstaltungstipps werden in der Regel verlinkt, einige Kommunen bieten aber auch Wegweiser etwa zu freien Parkplätzen oder zur nächsten Toilette an. Das Angebot soll vielerorts noch ausgebaut werden.

Die Stadt Hannover hat speziell für mobile Geräte ein Portal für Ideen und Beschwerden eingerichtet. Dort können Bürger sofort melden, wenn zum Beispiel eine Ampel defekt ist. „Das ist aber keine App, die heruntergeladen werden muss“, erklärt Andreas Möser, Sprecher der Stadt Hannover. Sehenswürdigkeiten, Top-Events sowie kulinarische Tipps bietet die Hannover App der Hannover Marketing und Tourismus GmbH. Der Nutzer erhält Hotelempfehlungen, Veranstaltungstipps und Informationen zu den schönsten Gebäuden der Stadt.

Die Lüneburger Geschäftsleute starten in Eigenregie Anfang April eine App unter dem Motto „Kaufhaus Lüneburg“. Dort finden die Nutzer einen Wegweiser durch die Geschäfte in der Hansestadt. Die Stadt selbst plant derzeit keine eigene App, allerdings soll es von April an einen neuen Internetauftritt geben, der sich Smartphones anpasst, sagt die Sprecherin des Stadtmarketings Lüneburg, Svenja Heuer.Seit mehr als einem Jahr gibt es die App „Entdecke Braunschweig“. Sie soll Besuchern die Reise- und Freizeitplanung erleichtern und ein Wegweiser für Einwohner sein. Zusätzlich bietet die App eine Kartenanwendung, mit der sich Ziele in unmittelbarer Umgebung des aktuellen Standortes anzeigen und finden lassen.

In Göttingen können sich Smartphone-Besitzer schon seit Juli 2012 über die App „GOE-Events“ der Stadt direkt zum Veranstaltungskalender klicken. Eine umfangreiche App bietet auch der Verein „Göttingen Tourismus“. „Unsere Zielgruppe sind Touristen und Erstsemester. Aber auch Göttinger nutzen das Angebot und informieren sich über Kneipen, Restaurants oder Einkaufsangebote“, sagt Keno Hennecke von Göttingen Tourismus.In Celle soll von Anfang Mai eine App vor allem für Touristen angeboten werden. „Wir sind gerade dabei, Sehenswürdigkeiten, aktuelle Stadtführungen und Termine zusammenzustellen“, sagt die Geschäftsführerin der Celle Tourismus und Marketing GmbH, Marianne Krohn. Die Stadt selbst hat bislang keine eigene App, gestaltet aber ihre Homepage um, so dass diese auch für Smartphones genutzt werden könne, berichtet Sprecherin Myriam Meißner.

Auch Oldenburg hat seinen Internetauftritt schon 2012 smartphonefähig gestaltet. Zudem gebe es mehrere Apps, Bürger könnten zum Beispiel Bücher aus der Stadtbibliothek online verlängern. „Wir haben auch einen Parkplatzfinder. Dem Nutzer wird angezeigt, in welchem Parkaus wie viele Plätze frei sind“, sagt Stadtsprecher Andreas van Hooven. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden. Die Einzelhandelsinitiative „Oldenburgs gute Adressen“ hat eine eigene App entwickelt, die unter anderem zu ausgewählten Shoppingangeboten führt.

In Bremen gibt es mehrere Apps: „Bürger können zum Beispiel über eine App Haushaltsdaten abfragen und sehen, wohin Steuergelder geflossen sind“, sagt Sprecher Werner Wick. Zudem werden derzeit viele Verwaltungsdaten gesammelt, um zu sehen, welche weiteren Apps für den Bürger von Nutzen sein könnten. Smartphone-Nutzer können per Klick auch den nächsten Spielplatz oder eine Toilette finden - eine Aktion, bei der Gastronomen sowie Kaufhäuser ihre Toiletten auch Nicht-Kunden zur Verfügung stellen.

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dpa

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