Einspurige Fahrbahn Richtung Hannover

Noch keine Entspannung auf der A7

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Hannover - Nach dem schweren Lkw-Unfall bei Fallingbostel kommt es auf der Autobahn 7 Richtung Hannover weiter zu Verkehrsbehinderungen. Die Fahrbahn wurde auf eine Spur verengt, es gibt Stau auf mehreren Kilometern Länge.

Auch gut 24 Stunden nach dem schweren Lkw-Unfall rollt der Verkehr auf der A7 noch immer nicht wieder vollständig. Wegen der Aufräumarbeiten ist nach Angaben der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen derzeit nur ein Fahrstreifen befahrbar. Aktuell staut sich der Verkehr zwischen Bad Fallingbostel und dem Dreieck Walsrode auf bis zu sechs Kilometern Länge. Die Verkehrsmanagementzentrale empfiehlt, den Bereich über die A1 Buchholzer Dreieck, die A27 Bremer Kreuz und die A7 Walsrode zu umfahren.

Unfall am Montagnachmittag

Am Montagnachmittag warein mit Deo-Spraydosen beladener Sattelschlepper auf Höhe des Parkplatzes Wolfsgrund in Fahrtrichtung Hannover in Brand geraten,nachdem der Fahrer mit seinem Lkw auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen aufgefahren war. Infolge des Brandes explodierten unzählige Spraydosen, sieverteilten sichin einem Umkreis von mehr als 100 Metern, berichtet die "Walsroder Zeitung". Drei Personen wurden verletzt, es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro

Verkehrsinfos

Akutelle Infos unter haz.de/verkehr

Gegen 13.10 Uhr hatte der Fahrer eines mit Sprayflaschen beladenen Lkw vermutlich aus Unachtsamkeit zu spät bemerkt, dass ein vor ihm fahrender Lkw wegen des stockenden Verkehrs abbremsen musste. Er fuhr nach Polizeiangaben auf den Lastwagen auf, dabei stellte sich das Fahrzeug quer. Ein dritter Lastwagenfahrer versuchte noch auszuweichen, hierbei geriet er mit seinem Tanklaster gegen die Leitplanke und prallte dann gegen den Lkw mit den Spraydosen. Die drei Fahrzeuge fingen Feuer, anschließend explodierten Tausende Spraydosen.

Der Fahrer des ersten Sattelschleppers kam mit dem Schrecken davon. Der Fahrer des Lkw mit den Spraydosen wurde mit schweren Brandverletzungen in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen. Der Fahrer des Tanklasters erlitt leichte Verletzungen. Brandwunden zog sich auch ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten zu. Er setzte seine Arbeit aber nach kurzer Behandlungspause fort. Insgesamt waren rund 140 Einsatzkräfte der Polizei, von Rettungsdiensten sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Orten im Einsatz. Allein die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an. Zu Beginn der Arbeiten hatte die Feuerwehr Probleme, genügend Wasser an die Unfallstelle zu bekommen.

Tödlicher Unfall auf der A27

Auf der Umleitungsstrecke ereignete sich am Dienstag ein weiterer schwerer Lkw-Unfall. An einem Stauende bei Bremen krachte ein 43-Jähriger mit seinem Wagen unter einen Sattelzug und wurde tödlich verletzt. Der Verkehr staute sich auf der A27 zwischen Achim-Nord und dem Bremer Kreuz, als der Mann den stehenden Lastwagen aus dem Emsland wohl übersah, teilte die Polizei mit. Der Autofahrer aus Achim starb noch an der Unfallstelle. Derzeit ist die Autobahn zwischen Achim-Nord und Bremer Kreuz gesperrt, die empfohlene Umleitung ab Achim-Nord ist die U1.

A7 zwischen Echte und Rhüden wegen Bauarbeiten gesperrt

Wegen Bauarbeiten ist die Autobahn 7 zwischen Echte (Kreis Northeim) und Rhüden (Kreis Goslar) für zwei Nächte jeweils in eine Fahrtrichtung gesperrt. Seit Montag, 19 Uhr, bis Mittwoch, 7 Uhr, ist der Abschnitt Richtung Norden betroffen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim mit. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist die Autobahn Richtung Süden im selben Zeitraum nicht befahrbar. Umleitungen sind ausgeschildert. Auf den Strecken kann es zu Behinderungen kommen. In Südniedersachsen wird die A7 derzeit auf sechs Fahrstreifen verbreitert.

Von Dirk Meyland und Frerk Schenker (mit: lni/mhu)

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