Weihnachtsmärkte öffnen

Der Norden läutet die Adventszeit ein

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Foto: Mit zahlreichen Weihnachtsmärkten stimmt sich der Norden auf die besinnliche und feierliche Jahreszeit ein. Auf der Reeperbahn hat der erotische Budenzauber „Santa Pauli“ bereits geöffnet.

Hamburg/Kiel - Vier Wochen vor dem Fest wird imNorden für weihnachtlicheVorfreude gesorgt: Viele Weihnachtsmärkte öffnen und halten nicht nur Glühwein und Bratwurst bereit.

Mit zahlreichen Weihnachtsmärkten stimmt sich der Norden auf die besinnliche und feierliche Jahreszeit ein. Von Hamburg bis zu Schleswig-Holsteins Küsten öffnen die meisten Märkte vier Wochen vor dem Fest. Die Städte und Gemeinden haben sich neben klassischen Glühweinständen, Weihnachtsdeko und Lichtermeeren einiges einfallen lassen, das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

So verwandelt sich Hamburg in der Adventszeit in einen einzigen großen Weihnachtsmarkt: 15 Märkte ziehen sich von Ottensen bis nach St. Georg durch die ganze Stadt. Nach Kiez-Manier geht es auf dem erotischen Weihnachtsmarkt der Reeperbahn „Santa Pauli“ zu. Hier können sich Besucher schon seit Donnerstagabend mit heißen Cocktails bei Stripshows und „Pornokaraoke“ vergnügen. Spätestens von Montag an ist in der Hansestadt aber auch für Kinder gesorgt: Ein fliegender Weihnachtsmann schwebt drei Mal täglich über den historischen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus. Auf Märchenschiffen an der Alster können die Kleinen Weihnachtsgeschichten lauschen, Kekse backen und Theater spielen.

In Lübecks Altstadt können Besucher ebenfalls von Montag an zehn Weihnachtswelten entdecken. Von historisch bis maritim sind die insgesamt 130 Stände gestaltet, 155 geschmückte Tannenbäume und Weihnachtsbeleuchtung mit 270 000 Lichtpunkten sorgen für Weihnachtsstimmung zwischen Koberg und Sandstraße sowie zwischen Untertrave und Marienkirche. Die meisten Weihnachtsmärkte haben bis zum 30. Dezember geöffnet. Außerdem gibt es eine Ausstellung und Kunsthandwerkermärkte.

Kunsthandwerk gibt es auch auf dem Schwahlmarkt in Schleswig: Vom 7. bis 15. Dezember sind Stände im Turm und Hof des St. Petri-Doms aufgebaut. Auf der Nordseeinsel Sylt finden Touristen und Einheimische Weihnachtmärkte etwa in Westerland, Kampen und Hörnum. Bereits zum 30. Mal gibt es den „Jööltir ön Muasem“ in Morsum. Auch auf Amrum (Norddorf) und Föhr (Friesen-Museum) muss man im Advent nicht auf Weihnachtsmärkte verzichten.

1,35 Kilometer Girlanden wurden für den Kieler Weihnachtsmarkt aufgehängt. Unzählige Lichterbögen und 360 Tannenbäume schmücken die Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt bleibt vom 25. November bis Silvester geöffnet - nur an den Feiertagen wird eine Pause eingelegt. An 80 Buden und Ständen können Besucher neben heimischen Leckereien auch Spezialitäten aus Kiels Partnerstädten Tallinn, Sovetsk und Gdynia kosten. In Flensburg zieht sich der Weihnachtsmarkt quer durch Schleswig-Holsteins längste Fußgängerzone. 15 Kilometer weiter landet man im einzigen Weihnachtsdorf im nördlichsten Bundesland: In Wanderup gestalten Einwohner, Vereine und Firmen am ersten Adventswochenende die Gemeinde festlich um. Sogar in privaten Garagen gibt es Weihnachtliches.

Traditionell lockt der Weihnachtsmarkt im nordfriesischen Tönning mit dem „längsten Weihnachtskalender der Welt“. Dafür wird das historische Packhaus am Hafen in einen 77,5 Meter langen Adventskalender verwandelt: Dafür werden die Fenster und Lagertüren des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert zu Türchen des Adventskalenders umfunktioniert. Das Gebäude hat als gigantischer Adventskalender einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

dpa

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