Missbrauchs-Anschuldigungen

Obama attackiert Bill Cosby

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Foto: US-Präsident Barack Obama am 15. Juli 2015 während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Washington - Erst verliert Bill Cosby (78) seine letzte prominente Unterstützerin, dann bezieht Barack Obama klar Stellung: Der US-Präsident hat dem Komiker indirekt Vergewaltigung vorgeworfen. Cosby soll mehrere Frauen missbraucht haben.

"Wenn man einer Frau oder einem Mann eine Droge gibt und mit diesem Menschen Sex ohne dessen Einverständnis hat, ist das Vergewaltigung", sagte Obama am Mittwoch im Weißen Haus. Kein zivilisiertes Land dürfe dies hinnehmen. Obama antwortete damit auf die Frage eines Journalisten, ob Obama dem Komiker die US-Freiheitsmedaille aberkennen würde.

Es gebe aber keinen "Mechanismus" dafür, sagte Obama dazu. Die heutige "Medal of Freedom" wird seit mehr als 50 Jahren verliehen. Empfänger waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Mutter Teresa und Moderatorin Oprah Winfrey. Ursprünglich hatte Präsident Harry Truman die Auszeichnung 1945 für Verbündete der USA im Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen. Cosby (Foto: dpa) erhielt die Medaille im Jahr 2002.

Mehr als zwei Dutzend Frauen warfen ihm in den vergangenen Jahren sexuelle Vergehen vor. Einige Fälle liegen viele Jahrzehnte zurück. Cosby verliert wegen der Vorwürfe immer mehr an Unterstützung: Jetzt ist auch Whoopi Goldberg (59) von ihm abgerückt. "Alle uns zugänglichen Informationen deuten auf Schuld hin", sagte sie am Dienstag (Ortszeit) in der US-Talkshow "The View". Bisher hatte sie ihn in dem Skandal in Schutz genommen.

dpa

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