Nervenkrieg um geplante Exekution

Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtung

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Foto: Der Mörder Russell Bucklew, der hingerichtet werden soll, hatte aufgrund seiner medizinischen Verfassung juristisch gegen die Verabreichung der Giftspritze gewehrt.

Washington - Hin und Her um ein Todesurteil: Die geplante Hinrichtung eines Mörders in den USA per Giftspritze wird vom obersten US-Gericht in Washington kurzfristig ausgesetzt.

Nervenkrieg um eine geplante Exekution des Mörders Russell Bucklew in den USA. Weniger als eine Stunde vor dem angesetzten Vollstreckungstermin am Mittwoch setzte das oberste US-Gericht in Washington die Hinrichtung aus, berichtete der Sender NBC auf Twitter. Zuvor hatte ein Richter im Bundesstaat Missouri die Exekution bereits einmal ausgesetzt, diese Entscheidung wurde aber nur wenige Stunden später von dem Gerichtssenat wieder aufgehoben.

Russell Bucklew hatte aufgrund seiner medizinischen Verfassung juristisch gegen die Verabreichung der Giftspritze gewehrt. Sie könnte einen Wirkstoff enthalten, der bei ihm einen Todeskampf mit schlimmen Qualen auslöse. Nach Angaben seiner Anwälte muss Bucklew wegen einer angeborenen Krankheit eine Hirnblutung und extrem starke Schmerzen fürchten. Eine "grausame und ungewöhnliche Bestrafung" sei per US-Verfassung aber verboten. Sein Fall hatte nach einer besonders qualvollen Exekution eines Mannes Ende April in Oklahoma für Aufsehen gesorgt.

dpa

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