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Omikron: Virologe Drosten teilt „erfreuliche“ Nachricht mit

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Von: Tom Offinger

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Einen Tag vor Weihnachten bestimmt die Omikron-Variante einmal mehr das Geschehen auf der Welt. Eine neue Studie entlockt dem deutschen Virologen Dr. Christian Drosten etwas Optimismus.

Berlin - Deutschland steuert auf das zweite Weihnachtsfest während der Corona*-Pandemie zu. Wie auch im vergangenen Jahr ist die Angst vor einer neuen Mutante des Virus allgegenwärtig, doch anstatt der damaligen Alpha- ist es 2021 die Omikron-Variante, die für Unruhe sorgt. Tag für Tag sickern nun neue Erkenntnisse zu der neuen Variante durch, die in Großbritannien bereits zu einem massiven Anstieg der Infektionszahlen geführt hat. Eine jüngst veröffentlichte Studie zum Krankheitsverlauf der Mutante macht nun leise Hoffnung, auch bei Deutschlands Top-Virologen Dr. Christian Drosten*.

Drosten zu Omikron: „Gegenüber Delta etwas abgeschwächt“

„Wegweisende Studie von Neil Ferguson zu Omikron“, schrieb der Virologe der Berliner Chartié auf Twitter*. „Ungeimpfte haben bei Infektion mit Omikron vs. Delta ca. 24% weniger Risiko einer Krh-Aufnahme. Omikron ist also gegenüber Delta etwas abgeschwächt. Etwas. Unterschied bei schweren Verläufen weiter unklar.“

Die beigefügte Studie des Imperial College ist eine von vielen Untersuchungen, die sich derzeit mit der neuen Variante des Coronavirus auseinandersetzen. Die Mutante, die vor etwas mehr als einem Monat erstmals in Südafrika nachgewiesen wurde, sorgt gerade weltweit für einen Anstieg der Infektionszahlen, alleine in Großbritannien wurden nun erstmals 100.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Auch in Zypern soll eine neue Coronavirus-Variante entdeckt worden sein, wie 24vita.de* berichtet.

Omikron-Variante: Hospitalisierungsrate geringer als bei Delta

Die neueste Studie unter der Leitung von Professor Neil Ferguson konzentriert sich vor allem auf die Hospitalisierungsrate im Vergleich zur Delta-Variante. Dafür wurden alle positiven, und mittels PCR-Test nachgewiesenen, Corona-Fälle in England vom 1. bis zum 14. Dezember untersucht und dabei die Krankheitsverläufe verglichen. Unterschieden wurde dabei auch nach der Länge der Krankenhausaufenthalte.

Die Ergebnisse lösen Optimismus bei Christian Drosten* aus: Das Risiko einer Hospitalisierung bei Omikron ist im Vergleich zur Delta-Variante geringer. Darüber hinaus gibt es Unterschiede, wie lange ein Patient im Krankenhaus bleiben muss.

Generell lag die Zahl der Krankenhausaufenthalte nach einer Omikron-Infektion 20 bis 25 Prozent niedriger als bei einer Delta-Infektion. Zudem waren die Krankenhausaufenthalte offenbar kürzer, denn: Die Zahl der Aufenthalte im Krankenhaus, die eine Nacht oder länger dauerten, sank sogar um 40 bis 45 Prozent.

Omicron-Daten zu Impfstoffen: Wirkungen von Astrazeneca und Biontech

Allerdings weisen die Forscher auch darauf hin, dass dies gegen die deutlich erhöhte Ansteckungsrate von Omikron abgewogen werden müsse.

Zudem merkt die Studie auch an, dass die Resultate im Bezug auf eine vorherige Schutzimpfung und den natürlichen Aufbau einer Immunität in Folge einer vorherigen Ansteckung untersucht werden müssten. Generell helfe eine vorherige Infektion: Wie aus dem Untersuchungsbericht hervorgeht, reduziere sich die Hospitalisierungsrate bei eine Re-Infektion um 50 Prozent, das Risiko eines längeren Aufenthalts (länger als ein Tage) sinke gar um bis zu 61 Prozent.

Auch die Unterscheidung der Hospitalisierungsrate nach verabreichten Impfstoffen fördert erstaunliches zu Tage. Das Risiko eines Krankenhausaufenthalt bei Menschen, die eine zweifache Biontech*-Impfung erhalten haben, ist ähnlich hoch wie bei der Delta-Variante. Wer jedoch zweifach mit Astrazeneca* geimpft wurde, hat ein grundsätzlich geringeres Risiko bei der Omikron-Mutante als bei Delta.

Corona: Studienergebnisse machen Hoffnung für 2022

Die Erkenntnisse der Ferguson-Studie lassen also auf einen milden Verlauf der Erkrankungen hoffen, auch wenn die Daten keine Allgemeingültigkeit besitzen. „Durch die bislang begrenzte Anzahl an Daten, verweisen wir darauf, diese Beobachtungen nicht zu überwerten“, schreiben die Forscher zu ihrer Studie. Eine endgültige Gewissheit zur Gefahr der Omikron-Variante steht also weiterhin aus. Die bisherigen Ergebnisse machen dennoch Mut für das kommenden Jahr. (to) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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