Beamte machen wichtigen Fund

Mysteriöser Fall: Vermisste Mutter (26) tot in Nazi-Bunker gefunden - Obduktion zeigt zwei wichtige Ergebnisse

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Bunker in einem Waldstück bei Oranienburg hofft die Polizei auf weitere Hinweise durch eine Obduktion.
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Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Bunker in einem Waldstück bei Oranienburg hofft die Polizei auf weitere Hinweise durch eine Obduktion.

In einem alten Nazi-Bunker mitten im Wald entdeckten Montage-Arbeiter die Leiche einer jungen Frau. Die 26-Jährige galt als vermisst.

Update vom 22. Juli, 12.39 Uhr: Viele Fragen sind nach dem Fund der Leiche einer 26-Jährigen offen. Doch das Obduktions-Ergebnis liegt jetzt vor. Die 26-jährige Vermisste ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin auf Anfrage am Donnerstag mit. Dem Ergebnis der Untersuchungen zufolge starb die junge Mutter kurz nach ihrem Verschwinden. 

„Für eine Vergewaltigung haben wir keine Spuren gefunden“, sagte Sprecher Torsten Sauermann. Die Polizei sucht weiter nach einem Täter. Die Ergebnisse der Spurensicherung werden ausgewertet, Befragungen finden statt, wie Sauermann sagte. 

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Dörte Röhrs, Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion Nord in Brandenburg am Donnerstag auf Anfrage von Merkur.de*. Weitere Details könnten aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht veröffentlicht werden.

Eine Familienangehörige hatte die 26-jährige aus Oranienburg am Samstag als vermisst gemeldet. Am Donnerstag (15. Juli) wurde die junge Mutter zuletzt am Oranienburger Bahnhof gesehen. Am Montagabend (19. Juli) entdeckten Besucher ihre Leiche in einem alten Nazi-Bunker mitten im Wald bei Oranienburg (Brandenburg) und alarmierten die Polizei. Ihr Fahrrad, mit dem die junge Frau unterwegs gewesen sein soll, fanden die Ermittler im Wald in der Nähe des Fernmeldebunkers.

Vermisste Frau (26) tot in Nazi-Bunker gefunden - Beamte machen wichtigen Fund

Update vom 22. Juli 2021: Nach dem Fund der Leiche einer jungen Frau (26) in einem alten Nazi-Bunker stehen die Ermittler weiter vor einem Rätsel. Bisher gibt es noch keinen Tatverdächtigen.

Junge Mutter tot im Nazi-Bunker gefunden: Wurde die 26-Jährige auf dem Waldweg abgefangen?

„Wir haben keine direkten Hinweise auf einen weiteren Tatort“, sagte für den Fall zuständige Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin Torsten Sauermann. Womöglich sei die Frau in oder in der Nähe der Bunkeranlage, die etwas abseits vom Waldweg von Pflanzenranken bewachsen in dem Waldstück liegt, getötet worden.

Die junge Frau und Mutter war zuletzt am Donnerstag am Bahnhof Oranienburg gesehen worden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sie sei mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Dann verliert sich ihre Spur. Das Rad fanden Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Mittwoch etwa 50 bis 100 Meter vom Fundort der Leiche entfernt in dem Waldstück.

Eine Obduktion sollte am Mittwoch weitere Hinweise bringen. Am Donnerstagvormittag steht das Ergebnis zunächst noch aus.

Die Polizei bittet Zeugen, die die 26-Jährige nach ihrem Verschwinden noch gesehen haben, und Spaziergänger, denen Besonderheiten nahe der Bunkeranlage aufgefallen sind, sich bei der Polizeiinspektion Oranienburg oder jeder anderen Polizeistelle zu melden. 

Mysteriöser Fall: Junge Frau (26) nun tot in Nazi-Bunker gefunden

Erstmeldung vom 21. Juli 2021

Oranienburg - Die alte Bunkeranlage liegt versteckt mitten im Wald bei Oranienburg (Brandenburg). In der Anlage - Funkstelle Karo-Ass - hatte die Wehrmacht eine Nachrichtenzentrale betrieben. Funkstelle Karo-Ass. Der Bunker sei zugemauert, umzäunt und in einem sehr maroden Zustand, ist auf Webseiten zu sogenannten Lost Places (zu deutsch: verlorene Plätze) zu lesen.

In diesem alten Nazi-Bunker wurde am späten Montagabend (19. Juli) gegen 22 Uhr eine Frauenleiche entdeckt. Montagearbeiter, die sich die Bunkeranlage ansehen wollten, alarmierten die Polizei.

Leichenfund in Bunker - Mordkommission ermittelt

Bei der Toten handelt es sich um eine 26-Jährige aus Oranienburg, die seit dem Samstag (17. Juli) als polizeilich vermisst galt, teilt die Polizei mit. „Die Mordkommission hat die Ermittlungen hinsichtlich des Verdachtes eines Tötungsdeliktes übernommen“, so die Polizei. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin habe sich zudem eingeschaltet. Eine Obduktion am Mittwoch soll weitere Hinweise liefern. Noch sei offen, ob die Frau in der Bunkeranlage starb.

Die Bunkeranlage liegt bei Oranienburg (Oberhavel) im Wald. Die Anlage nannte sich Funkstelle: „Karo-Ass“.

Wie die Märkische Allgemeine online berichtete, wurde die junge Frau bereits seit Donnerstag vermisst. Am Wochenende sei mit Rettungshundestaffel nach der Vermissten gesucht worden. Doch auch die Ortung des Mobiltelefons sei erfolglos geblieben. Zuletzt soll die 26-Jährige in der Bernauer Straße gesehen worden sein. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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