"Es geht zu sehr an die Nerven"

Pärchen stellt "Flecki" ein Ultimatum

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Foto: Der Mischlingsrüde "Flecki" ist ein extrem schüchternes Tier.

Ulm/Longuich - Die Besitzer von "Flecki" wollen nicht noch eine weitere Woche an der Autobahn 8 bei Ulm auf ihren entlaufenen Hund warten. Sie haben dem schüchternen Mischlingsrüden jetzt ein eindeutiges Ultimatum gesetzt.

"Wenn er sich gar nicht mehr zeigt, werden wir Ende der Woche abbrechen", kündigte die verzweifelte Tierbesitzerin Lisa Metzler am Dienstag an. "Wir müssen abbrechen, weil es schwer an die Nerven geht." Die 24-Jährige wartet mit ihrem Partner seit reichlich einer Woche an der schwäbischen Raststätte auf "Flecki".

Der Hund war den Reisenden aus Longuich bei Trier bei einem kurzen Stopp wegen eines lauten Knalls davongelaufen. Seitdem wurde er mehrfach in der Gegend gesehen. Es gebe genug Helfer vor Ort, die auch nach ihrer Abreise Ausschau nach dem Hund halten wollten, sagte Metzler. "Und wenn es eine Sichtung gibt, kommen wir wieder."

Sven Hossalla und seine Freundin Lisa Metzler liegen auf dem Parkplatz Kemmental an der Autobahn 8 in ihrem Cabrio.

Quelle: Daniel Maurer

Der Knall soll im Zusammenhang mit einer Sprengung für das Bahnprojekt Stuttgart 21 stehen. Das Pärchen hatte den Hund erst wenige Tage vorher von einer Bekannten übernommen und konnte noch keine enge Bindung zu dem Tier aufbauen.

Helfer aus der Gegend versorgen die beiden mit Essen, stellten einen Wohnwagen zur Verfügung. Sie stehen in ständigem Kontakt mit dem Jäger. Die Hoffnung von Frauchen Lisa Metzler ruht auf zwei Lebendfallen im Wald. "Das ist wie ein ganz großer Käfig, da fällt die Klappe zu. Dem Hund passiert nichts", sagt sie.

dpa

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