Lebensmittelskandal

Pferdefleisch-Produkte werden nicht an Bedürftige verteilt

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Die Pferdefleisch-Produkte sollen nicht an Bedürftige verteilt werden.

Göttingen - Skandal-Lebensmittel für die Tafeln? Der Vorschlag des Göttinger CDU-Bundestagsabgeordneten Hartwig Fischer, Lebensmittel mit Pferdefleisch an Bedürftige zu verteilen, ist auf Kritik gestoßen.

Erschreckend sei die elitäre Denkhaltung und das Verständnis von Tafeln und Bedürftigen als Resterampe der Republik, erklärte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Brigitte Pothmer, am Freitag laut einer Mitteilung.

Fischer hatte am Donnerstag die Lebensmittelbranche aufgefordert, die wegen Falschdeklarierung eingezogenen Nahrungsmittel „nicht aus vorauseilendem Gehorsam und Panikmache zu vernichten“. Sie sollten nach einer Neudeklarierung Hilfsorganisationen und Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden.

Der Geschäftsführer der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission, Christian Bakemeier, sagte der „Bild“-Zeitung: „Es ist bedürftigen Menschen nicht zuzumuten, sich von nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln zu ernähren.“

dpa

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