Imageschaden zum Geburtstag

Pippa im Porzellanladen

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Foto: „Nehmen Sie sich Zeit, um zum Tennis zu kommen“: Pippa Middletons Ratschläge sind legendär.

London - Als Pippa Middleton im April 2011 in einem atemberaubenden weißen Kleid als Brautjungfer für ihre Schwester Kate auftrat, war der Boulevard außer sich vor Begeisterung. Am Freitag wird Kates kleine Schwerster 30.

Als Pippa Middleton im April 2011 in einem atemberaubenden weißen Kleid als Brautjungfer für ihre Schwester Kate auftrat, war der Boulevard außer sich vor Begeisterung. Mit der schönen Schwester der Herzogin schien ein Star geboren – „Her Royal Hotness“, wie die bunten britischen Blätter titelten. Keine eineinhalb Jahre später boten die Wettbuden in London Wetten darauf feil, wie oft sich Pippa wohl bei der Niederkunft ihrer Schwester vor versammelter Fotografenmeute ins Bild drängeln werde. Pippa wird heute 30 Jahre alt – und ihr Stern scheint schon wieder zu verglühen.

Was auch immer Pippa Middleton in den vergangenen Monaten anfasste – es wollte ihr einfach nicht glücken. Mal ließ sie sich mit den falschen Leuten fotografieren, wie auf einer dekadenten Party in Paris. Dann rutschte ihr das Minikleid zu hoch, wie auf der Londoner Modewoche Fashion Week. Für ihren Partyratgeber „Celebration: A Year of Festivities for Families and Friends“ soll sie zwar 400.000 Pfund (rund 465.000 Euro) kassiert haben. Doch das Buch lag nicht nur wie Blei in den Regalen, es wurde sogar zur Lachnummer. In Internet-Foren wurden von Pippa Middleton aufgeschriebenen Banalitäten karikierst.

Inzwischen schreibt die studierte Literaturwissenschaftlerin eine Kolumne mit Kochrezepten für die Supermarktkette „Waitrose“. Doch noch bevor sie die erste Zeile veröffentlicht hatte, meldeten sich Leser zu Wort, die das Engagement Middletons für das Kundenmagazin als „Beleidigung“ empfanden. Ihr Arbeitgeber sagte der „New York Times“ kürzlich, sie arbeite „sehr hart – ein paar Tage jeden Monat oder jeden zweiten.“

Als Pippa dann auch noch als Autorin bei dem Glamour-Magazin „Vanity Fair“ einstieg, war der Spott kaum noch zu überbieten. „Es ist schwer, jemanden zu finden, der das Wort ,Autorin‘ nicht in Anführungszeichen schreibt“, beschrieb „Guardian“-Kommentatorin Daisy Buchanan das Echo auf die Personalie. Dieselbe Zeitung machte sich über Pippas Hinweis in einer ihrer Kolumnen für das Gesellschaftsblatt lustig: „Nehmen Sie sich Zeit, um zum Tennis zu kommen“, empfahl die sportbegeisterte Middleton-Schwester allen Tennis-Fans beim Wimbledon-Turnier. „Sonst könnten Sie in Eile kommen.“

Der enorme Drang Pippas in die Öffentlichkeit im Windschatten ihrer Schwester dürfte sicher für ihrImage nicht hilfreich gewesen sein. Viele glauben auch, dass Pippa Middleton in Bezug auf die Medien als eine Art „Blitzableiter“ herhalten muss. Zwischen dem Königshaus und der Journaille herrscht seit dem tragischen Tod von Prinzessin Diana ein Burgfrieden. Pippa kommt als Gegenpol für die überhöhte Berichterstattung über Kate gerade recht.

Vermutlich hat Pippa Middleton höchstens einen Teil von all der Häme verdient. Als sie jüngst mit einem Beitrag für den „Spectator“ Londons manchmal etwas vorlauten Bürgermeister Boris Johnson zum Ping-Pong-Match herausforderte, hatte sie dann zum Beispiel die Sympathien auf ihrer Seite. Und auch im Privatleben scheint es ruhiger zu werden. Nach einigen Abenteuern in Adelskreisen hat Pippa nun mit dem fünf Jahre älteren Banker Nico Jackson offenbar den passenden Partner gefunden.

mit:dpa

2009130

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