Nach tödlichem Sturz

Pistorius kritisiert Reitturnier-Fortsetzung

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- Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, hat die Fortführung des Vielseitigkeitsturnieres in Luhmühlen kritisiert, nachdem der Reiter Benjamin Winter schwer gestürzt und gestorben war.

"Ich hätte mir vorstellen können, dass man die Veranstaltung abbricht, statt nach dem Tod eines 25-Jährigen zur Tagesordnung überzugehen", sagte Pistorius am Montag in Hannover. Den Angehörigen sprach er sein Beileid aus.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg erwägt derzeit keine Ermittlungen wegen des Unfalls. "Wir haben bislang keine Anhaltspunkte für ein Verschulden Dritter", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Berger am Montag. "Eine Strafanzeige liegt hier bislang nicht vor."

Winter war am Sonnabend beim Geländeritt der Vier-Sterne-Prüfung mit seinem zehn Jahre alten Wallach Ispo schwer gestürzt. Obwohl der Dortmunder sofort in die Notfallklinik Boberg nach Hamburg gebracht wurde, starb er an den Folgen seiner Verletzungen.

Reiter und Veranstalter hatten sich in Absprache mit Winters Familie dafür ausgesprochen, das Turnier am Sonntag mit den abschließenden Springen fortzusetzen. Dies wäre auch im Sinne ihres Sohnes gewesen, hatte Sybille Winter betont: "Seine größte Sorge wäre vielmehr, dass sein Unfall dazu führen könnte, dass sein Sport in der Öffentlichkeit schlecht geredet wird. Bitte respektieren Sie diesen Wunsch meines Sohnes."

Mit einer Schweigeminute und einer feierlichen Zeremonie wurde Winter am Sonntagvormittag gedacht.

lni

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