Drehbuch-Affäre

Plädoyers in Heinze-Prozess verzögern sich

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Foto: Im Prozess gegen Ex-NDR-Fernsehspielchefin, Doris Heinze, die sich wegen schwerer Bestechlichkeit, schwerer Untreue und Betrugs vor Gericht verantworten muss, werden am Dienstag die Plädoyers erwartet.

Hamburg - Die Plädoyers im Prozess um die Drehbuch-Affäre der früheren NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze verzögern sich weiter. Am Montag, dem elften Verhandlungstag, stellte der Verteidiger einer ebenfalls angeklagten Filmproduzentin weitere Anträge, über die das Hamburger Landgericht nun entscheiden muss.

Möglicherweise werden am Dienstag die Schlussvorträge gehalten; ob auch ein Urteil fallen könnte, blieb zunächst unklar.

Heinze hat vor Gericht zugegeben, unter den Decknamen „Marie Funder“ und „Niklas Becker“ Drehbücher von sich und ihrem Ehemann beim NDR eingeschleust zu haben. Die 63-Jährige ist wegen schwerer Bestechlichkeit, schwerer Untreue und Betrugs angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft der langjährigen NDR-Fernsehspielchefin unter anderem verbotene Absprachen mit der Filmproduzentin vor. Auch Heinzes Mann und die Produzentin - sie war früher Geschäftsführerin einer TV-Produktionsgesellschaft in München – stehen vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts.

Der Prozess läuft seit Anfang Juli. Die Plädoyers waren bereits am vergangenen Verhandlungstag Ende September erwartet worden - zahlreiche Anträge des Anwalts der Filmproduzentin hatten dies aber ebenfalls verhindert. Einzelne Vorwürfe gegen das Trio hat das Gericht inzwischen eingestellt – etwa den, dass Heinze ein fast identisches Drehbuch („Dienstage mit Antoine“ und „Dienstage mit Marie“) doppelt verkauft haben soll.

dpa

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