Pfleger unter Mordverdacht

Polizei bietet Hotline für Angehörige

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Oldenburg - Bei den Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger wegen einer möglichen Mordserie hat die Sonderkommission der Polizei in Oldenburg eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Der 37-Jährige muss sich seit September wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs an Patienten im Klinikum in Delmenhorst verantworten.

Inzwischen kommen aber immer mehr Verdachtsfälle an den früheren Arbeitsstätten des Mannes in Oldenburg und Wilhelmshaven hinzu – allein in Delmenhorst überprüft die Polizei den Tod von 174 Patienten.

Angehörige möglicher Opfer können sich werktags zwischen 9 und 15 Uhr unter der Telefonnummer 0441/790-3555 an die Soko „Kardio“ der Polizei in Oldenburg wenden. Sollte es im Rahmen der Ermittlungen notwendig werden, dass die Gräber Verstorbener geöffnet werden, so könnten Angehörige individuell betreut und beraten werden, betonte die Polizeidirektion Oldenburg am Sonntag.

Der angeklagte Pfleger war nach seiner Ausbildung (1994 bis 1997) bis Juni 1999 im St.-Willehad-Hospital in Wilhelmshaven tätig. Bis Dezember 2002 war er dann auf Intensivstationen des Klinikums Oldenburg beschäftigt, bevor er bis Juni 2005 im Klinikum Delmenhorst arbeitete.

lin

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