Radfahrer totgefahren

Polizei fasst flüchtigen Autofahrer nach tödlichem Unfall

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Der Radfahrer war in der Nacht zum Sonnabend von einem Auto angefahren worden. Er starb noch am Unfallort, der Unfallverursacher flüchtete.

Grohnde - Die Polizei hat einen Autofahrer gefasst, der auf einer Landstraße im Kreis Hameln-Pyrmont einen Radfahrer totgefahren haben soll. Der Unfallverursacher flüchtete anschließend, doch Fahrzeugteile am Unfallort führten die Polizei auf seine Spur.

Die Polizei hat einen Autofahrer gefasst, der im Kreis Hameln-Pyrmont einen Radfahrer getötet haben soll und anschließend von der Unfallstelle flüchtete. Rund 16 Stunden nach dem tödlichen Unfall auf einer Landstraße entdeckte die Polizei das Auto eines 48-Jährigen aus dem Kreis Holzminden, das frische Unfallspuren aufwies. Ein Paar aus Alfeld hatte am frühen Sonnabendmorgen gegen 2 Uhr die Leiche eines Mannes gefunden. Neben dem Toten lag ein demoliertes Fahrrad auf der Landesstraße 429 zwischen Grohnde und Welsede. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Familienvater aus Bad Pyrmont. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder im Grundschulalter. Der Ingenieur war auf dem Heimweg, als sein E-Bike von einer Limousine erfasst wurde.

Ermittler und Kriminaltechniker konnten anhand von Trümmerteilen feststellen, dass es sich bei dem gesuchten Fahrzeug um einen dunkelblauen 5er BMW handelt. Die Polizei startete eine Großfahndung, fragte beim Kraftfahrtbundesamt an, wie viele derartige Wagen in den Kreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Lippe zugelassen sind. Am Nachmittag schwärmten 48 Polizisten aus. Um 18.30 Uhr entdeckten die Beamten einen beschädigten BMW. Vom Halter fehlte zunächst jede Spur. Kurz darauf erschien der 48 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Holzminden bei der Polizei in Bodenwerder. Er gab zu, in der Nacht zu Sonnabend allein mit dem BMW auf der Landesstraße 429 unterwegs gewesen zu. Weitere Angaben machte er nicht.

Die Polizeiinspektion Hameln/Holzminden ermittelt gegen den Mann „wegen fahrlässiger Tötung durch Unfallverursachung“. Die Beamten werfen ihm zudem Fahrerflucht vor. „Wir ermitteln hier wegen eines Tötungsdelikts“, stellt Polizeisprecher Jörn Schedlitzki klar. Der Führerschein des Tatverdächtigen wurde beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Mann auf freien Fuß gesetzt.

Von Ulrich Behmann

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