Leichenfund in Lüneburg

Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

- Bei einem sonntäglichen Spaziergang machen Anwohner in Lüneburg eine grauenvolle Entdeckung: In einem Waldstück finden sie eine verkohlte Leiche. Ganz in der Nähe hat die Polizei zwei Tatverdächtige gefasst.

Nach dem Fund eines verbrannten Toten in einem Waldstück am Stadtrand von Lüneburg sind zwei Männer verhaftet worden. Die beiden stünden unter dringendem Tatverdacht, den 34-Jährigen in der Nacht zum 4. Mai gemeinsam getötet zu haben, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Anschließend sollen die beiden 30 und 40 Jahre alten Lüneburger ihr Opfer in das nahe gelegene Wäldchen getragen und dort verbrannt haben. Zur Todesursache wollte der Sprecher weiterhin keine Angaben machen.

Die Männer selbst hätten bislang zu den Vorwürfen geschwiegen, sagte er. Das Amtsgericht Lüneburg habe am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen. Laut Lüneburger "Landeszeitung" weist die Spur ins Alkoholiker- und Drogenmilieu. Das wollte der Polizeisprecher weder bestätigen noch dementieren. Am Montag hatten mehr als 120 Beamte mehrere Wohnungen ganz in der Nähe des Tatortes durchsucht. Dabei waren neben Bereitschaftspolizisten und Spurenermittlern auch Hundeführer mit Spürhunden im Einsatz.

Mehrere Bewohner des Wohnblocks wurden mit zur Wache genommen und befragt. Es werde im direkten Umfeld des Opfers ermittelt, hieß es danach von der Polizei. Ob dort auch die Tatverdächtigen gefunden wurden, wollte der Sprecher am Donnerstag nicht verraten. Spaziergänger hatten die verkohlte Leiche des 34-Jährigen am Morgen des 4. Mai, einem Sonntag, in dem Wäldchen gefunden. Die Polizei veröffentlichte danach ein Foto des Opfers und bat um entsprechende Hinweise von Zeugen.

dpa

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