Tatverdächtiger festgenommen

Polizei sprengt Bombenattrappe in Weimar

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Foto: Spezialisten sprengten mit Hilfe eines Roboters zwei der vier Pakete. Ob es sich dabei um Atrappen handelte, ist noch unklar.

Weimar - Nach dem Bombenalarm in Weimar am Montagvormittag ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der Mann habe zugegeben, vier verdächtige Pakete vor dem Haus der Kassenärztlichen Vereinigung abgelegt zu haben und ausgesagt, dass es sich um Bombenattrappen handele, teilte die Polizei mit.

Dennoch gaben die Ermittler zunächst keine Entwarnung. Spezialisten des Landeskriminalamtes arbeiteten weiter mit einem Spezialroboter weiter an einer Entschärfung der mutmaßlichen Bombe. Zunächst wurden zwei der vier Pakete kontrolliert gesprengt. Den Angaben zufolge ragten aus einem der vier Pakete Drähte hervor, sodass der Eindruck entstand, es handele sich um eine Bombe.

Die Polizei hatte zuvor die umliegenden Häuser, darunter auch Teile eines Alters- und Pflegeheims, evakuiert und den Bereich im Umkreis von 300 Metern abgeriegelt. Betroffen waren nach Angaben eines Polizeisprechers knapp 100 Anwohner. Die Räumung der Gebäude sei „schnell und reibungslos" verlaufen. Der Tatverdächtige war noch am Vormittag aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung festgenommen worden, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte. Zeugen hatten den Mann demnach beim Ablegen der Pakete beobachtet und sein Autokennzeichen notiert.

dapd

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