Kein Durchbruch bei Ermittlungen

Polizei sucht weiter nach Gift-Brötchen-Täter

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Steinfeld - Im Fall der vergifteten Brötchen von Vechta steht die Polizei vor einem Rätsel. Die Ermittler suchen nach wie vor nach dem Täter, der in der vergangenen Woche Brötchen mit Rattengift vor einer Firma abgestellt hatte.

Bei der Suche nach dem Unbekannten, der in der vergangenen Woche in Steinfeld bei Vechta vergiftete Brötchen verteilt hat, gibt es noch keinen Durchbruch für die Polizei. Die Ermittler arbeiteten nach wie vor Hinweise ab, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag.

Am vergangenen Dienstag hatten 25 Mitarbeiter eines Autozulieferers Brötchen gegessen, auf denen Mäuse- und Rattengift war. Sie waren einem vermeintlichen Geschenk aufgesessen. Ein Unbekannter hatte zwei Kisten mit den Brötchen vor der Firma abgestellt. Die Mitarbeiter mussten vorübergehend zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Die Polizei gehe davon aus, dass eine unbekannte Person am Dienstagmorgen der vergangenen Woche vor 06.30 Uhr die Behälter abgelegt hat. Darin befanden sich auf Aluschalen die vergifteten Brote. Außerdem waren noch Servietten und Pappteller in den Boxen.

Die Wirkung der meisten Ratten- und Mäusegifte basiere darauf, dass sie gerinnungshemmende Substanzen enthielten, sagte Martin Ebbecke vom Giftinformationszentrum Göttingen. Die Wirkung setze allerdings mit Verspätung ein. "Das heißt also, es entwickeln sich über mehrere Tage Gerinnungsstörungen, die irgendwann dazu führen, dass es zu Einblutungen lebenswichtiger Organe kommt." Behandeln lasse sich eine Vergiftung in kleinen Mengen mit Vitamin K. Die Patienten müssten sich einigen Tagen vom Arzt beobachten lassen.

dpa

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