Mit Milzbrand infiziert

Polizei warnt vor Kuhkadaver in der Elbe

Lüchow - Die Behörden in Niedersachsen warnen vor einem mit Milzbrand infizierten Rinderkadaver in der Elbe. Das im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt in den Fluss gestürzte Tier treibe derzeit möglicherweise durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Vor dem Kontakt mit dem toten Tier werde ausdrücklich gewarnt. Die Polizei wollte sich mit einem Hubschrauber auf die Suche machen. Ein Kadaver in der Elbe oder am Ufer solle schnell der Rettungsleitstelle gemeldet werden.

Die bakterielle Infektion war in einer Rinderherde im Landkreis Stendal ausgebrochen, teilte das Agrarministerium am Donnerstag in Magdeburg mit. Sieben Tiere der Herde seien bisher an der Infektionskrankheit verendet, die Diagnose sei vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena bestätigt worden. Der Bestand sei gesperrt und ein Handelsverbot erteilt worden. Die Herkunft des Erregers ist diesen Angaben nach noch unklar.

Milzbrand, auch „Anthrax“ genannt, wird durch das Bakterium Bacillus anthracis verursacht. Menschen infizieren sich selten, die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von B. anthracis von Mensch zu Mensch ist gering, heißt es beim Robert Koch-Institut in Berlin.

dpa/sag

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