Vom Kinderzimmer ins Rampenlicht

Promi-Kinder: Von Haus aus schön

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Foto: Die Bilder zeigen: Charlotte Moss (unten links), Kaia Gerber (oben links), Gabriel-Kane Day-Lewis und Lily-Rose Depp.

Hannover - Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Manchmal stimmt es. Aber auch den Kindern von Prominenten gelingt nicht alles, wie diese Beispiele zeigen.

Charlotte Casiraghi? Ireland Baldwin? Romeo Beckham? Andere Promis haben auch schöne Töchter und Söhne. Und die rücken immer schneller auf, um das Erbe von Leinwandstars und Laufstegschönheiten anzutreten. Catwalk, Kino, Bühne: Diese Sternchen leuchten zurzeit am hellsten.

Lily-Rose Depp

Gene: Als Tochter von Vanessa Paradis und Johnny Depp verkörpert sie amerikanische Coolness gepaart mit französischer Noblesse. Mindestens eins von drei Talenten, die die Berühmtheit steigern, dürfte ihr in die Wiege gelegt worden sein: Schauspielerei, Singen oder Modeln.

Look: Die großen braunen Augen vom Vater, der Schmollmund von der Mutter, dazu blondes Haar und eine gazellenhafte Figur – zusammen ergibt das den perfekten Lolita-Typus. Die 16-Jährige pflegt das Mädchenhafte. Privat zeigt sie sich selten aufgetakelt, lieber läuft sie in ausgefransten Jeans, schlichten T-Shirts und Biker Boots herum.

Debüt: Bereits im vergangenen Sommer wurde der Film „Yoga Hosers“ abgedreht, in dem Lily-Rose zum ersten Mal vor der Filmkamera steht. Neben Papa Johnny. Auch die Modelkarriere läuft gut an: Ihr allererster Walk für Karl Lagerfeld bei den jüngsten Haute-Couture-Schauen in Paris sorgte für maximale Aufmerksamkeit. Im kleinen Schwarzen von Chanel stach Lily-Rose selbst die eigene Mutter aus, die als ewige Muse des Modezars ebenfalls zugegen war.

Aussichten: Zurzeit besucht Lily-Rose noch eine Privatschule in Los Angeles. Dort belegt sie auch Tanz- und Musikkurse. Modeln und Schauspielern reichen offenbar nicht aus. Nach dem Vorbild der Mutter arbeitet sie gleichzeitig an einer Karriere als Sängerin.

Gabriel-Kane Day-Lewis

Gene: Neben dem Rot in dem vor Blut triefenden Film „Die Bartholomäusnacht“ dominierten vor allem Isabelle Adjanis saphirblaue Augen. Sohn Gabriel-Kane hat sie geerbt und dazu die markanten Gesichtszüge von Vater Daniel Day-Lewis. Der ist dreifacher Oscar-Gewinner und von der Queen zum Ritter geschlagen worden. Der Heldenstatus ist programmiert.

Look: Mit seinen buschigen Augenbrauen macht der 20-Jährige Cara Delevingne Konkurrenz. Bei Modenschauen fiel Gabriel-­Kane bisher vor allem als Begleiter auf, etwa von Karlie Kloss oder Naomi Campbell. Sie schätzen offenbar sein jugendlich-elegantes Äußeres: blond gefärbte Popperfrisur zu lässigem Anzug – hat was.

Debüt: Vor zwei Jahren veröffentlichte Gabriel-Kane unter dem Namen Gabe Day einen Rapsong. Vollends ins Visier der Öffentlichkeit geriet er aber erst vor Kurzem, als er bei der Chanel-Couture-Schau in Paris über den Laufsteg flanierte. Wieder eine Entdeckung, die sich Karl Lagerfeld auf die Fahnen schreiben kann.

Aussichten: Mit der Modelkarriere wird es eher was als mit dem Musikerruhm. Zumal Gabriel-Kane mehr zum Schwiegermutterliebling als zum Bad Boy neigt.

Charlotte „Lottie“ Moss

Gene: Mit ihrer Größe von nur ­­1,65 ­­­Meter hat Charlotte Moss, genannt Lottie, alles andere als das gängige Topmodel-Gardemaß. Doch ihre Halbschwester Kate hat ihr schließlich vorgelebt, wie man mit einem Antilook zur Ikone wird. Kate ist immerhin auch nur 1,70 Meter. Womöglich wächst die 17-jährige Lottie ja noch ein paar Zentimeter – auch über Kate hinaus.

Look: Während Kate Moss schon als 15-Jährige abwechselnd die Unschuld vom Lande und das verruchte sexy Girl gab, präsentiert sich die grazile Lottie weniger wankelmütig. Sie verkörpert einen für ihr Alter typischen Teenager, der sich für Mode interessiert. Vorzugsweise trägt sie Sachen des britischen Labels Topshop.

Debüt: Ihr erster großer Auftritt war 2011 bei der Hochzeit von Kate Moss. Calvin Klein erkannte in der elfenhaften Brautjungfer eine würdige Nachfolgerin seines Lieblingsmodels und buchte sie für seine Jeanskampagne 2014. Dabei wurde Lottie deutlich züchtiger in Szene gesetzt als einst Kate. Die große Schwester soll ein wachsames Auge auf Lottie und ihren Weg im Modezirkus haben. Bei den jüngsten Pariser Schauen durfte sie dennoch zum ersten Mal auf den Catwalk.

Aussichten: Sie hat nicht ganz dieses unnachahmliche Etwas, das Kate so berühmt gemacht hat. Doch im Schatten der großen Schwester dürfte sie dennoch gut gedeihen, diese hat schließlich hervorragende Beziehungen.

Kaia Gerber

Gene: Wie kaum ein anderer weiblicher Promi-Spross bestätigt Kaia Gerber die wissenschaftliche Erkenntnis, dass sich die Schönheit attraktiver Mütter von Generation zu Generation steigert. Schon jetzt als 13-Jährige ist Kaia hübscher als die Mama zu Beginn ihrer Karriere. Und die heißt immerhin Cindy Crawford.

Look: Sie würde jeden Cindy-Crawford-Lookalike-Wettbewerb für sich entscheiden. Nur das signifikante Muttermal im Gesicht des einstigen Supermodels fehlt bei Kaia. Für ihre 13 Jahre sieht das Mädchen mit der kastanienbraunen Mähne zudem ziemlich erwachsen aus. Bei offiziellen Anlässen trägt sie schon mal Outfits, die viel Haut zeigen.

Debüt: Anfang Juli unterzeichnete sie einen Modelvertrag bei der US-Agentur ICM, wenige Tage später brachte die italienische „Vogue“ die erste Fotostrecke mit Kaia. Prompt kam die Karriere ins Rollen: Ex-­„Vogue Paris“-Chefin Carine Roitfeld meldete sich und ließ das Nachwuchsmodel von Star-Fotograf Bruce Weber ablichten. Außerdem ergatterte Kaia eine Filmrolle im Indie-Streifen „Sister Cities“.

Aussichten: Vor der Kamera scheint die 13-Jährige schon jetzt ein echter Profi zu sein. Doch auch in der Highschool glänzt sie mit guten Noten und sportlichen Erfolgen. Bereits Mutter Cindy galt als skandalfreie Streberin unter ihren Kolleginnen. Wie die Mutter, so die Tochter.

Von Kerstin Hergt

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