Verhandlungsbeginn am 10. März

Prozess nach Schießerei vor Klinik in Lüneburg

Lüneburg - Nach einer Massenschlägerei zwischen zwei Großfamilien vor dem Klinikum Lüneburg im September 2014 müssen sich vom 10. März an sieben Männer vor Gericht verantworten. Sie sind wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz angeklagt.

Nach einer blutigen Auseinandersetzung vor dem Klinikum Lüneburg zwischen zwei Großfamilien müssen sich sieben Männer vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wirft den Angeklagten versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Der Prozess soll am 10. März vor dem Schwurgericht des Landgerichts Lüneburg beginnen, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Bis Anfang März 2016 sind mehr als 80 Verhandlungstage angesetzt.

Bei dem Streit zwischen zwei Familien libanesisch-kurdischer und türkisch-kurdischer Herkunft war es am 5. September zunächst zu einer Massenschlägerei in einem Fitnessstudio gekommen, nach der mehrere Teilnehmer verletzt ins Krankenhaus kamen. Daraufhin haben sich die sieben Angeklagten laut Staatsanwaltschaft zur Blutrache entschlossen und sich am nächsten Tag mit Baseballschlägern, Schlagstöcken, Pfefferspray sowie einer Pistole und einem Revolver bewaffnet. Die Schüsse vor dem Klinikum trafen drei Männer, insgesamt wurden acht Angehörige der überfallenen Familie zum Teil schwer verletzt. Dabei hätten die Angreifer den "Tod von Mitgliedern der verhassten Familie" zumindest billigend in Kauf genommen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Einer der sieben Angeklagten im Alter zwischen 26 bis 34 Jahren war nach früheren Angaben des Gerichts zum Tatzeitpunkt Polizeimeisteranwärter. Kurz nach dem Vorfall wurde der damals 31-Jährige in Schleswig-Holstein vom Dienst suspendiert und mittlerweile entlassen.

dpa

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