Vorraussetzung für Atommüll-Rückholung

Radioaktive Salzlösung aus Asse abgepumpt

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Foto: In der Asse sind rund 126.000 Atommüllfässer gelagert. Die Bergung der Abfälle ist umstritten.

Hannover - Im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel sind weitere Voraussetzungen für eine mögliche Rückholung der Abfälle geschaffen worden. Insgesamt 17 Kubikmeter radioaktiv belasteter Salzlösung wurden in 750 Metern Tiefe vor der Kammer 12 abgepumpt, teilte am Montag das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Hannover mit.

Die Lösung soll nun im Bergwerk zu Salzbeton verarbeitet werden. Ihre Entsorgung wurde möglich durch eine neue Rechtslage, der kürzlich vom Bundestag beschlossenen "Lex Asse". Diese gibt der Rückholung den Vorzug vor einer Verfüllung des Schachts. Ob eine Bergung des Atommülls möglich ist, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

In der Asse sind rund 126.000 Atommüllfässer gelagert. Von 1967 bis 1978 wurde schwach- und mittelradioaktiver Müll aus Atomkraftwerken, Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen in dem stillgelegten Salzbergwerk Asse eingelagert - angeblich zu Forschungszwecken. Da täglich 12.000 Liter Wasser in das unterirdische Lager eindringen, sollen die Fässer geborgen werden.

dpa

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