10.000-fach erhöhte Werte

Radioaktives Grundwasser unter Akw in Fukushima

- Die Beitreiberfirma Tepco hat am Donnerstag eingeräumt, dass das Wasser unter dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima stark verstrahlt ist. Wie das Wasser radioaktiv belastet wurde, ist bislang unklar. Auch im Meer ist die Strahlung inzwischen sehr hoch.

Unter dem beschädigten Kernkraftwerk Fukushima Eins ist das Wasser nach Angaben der Betreiberfirma Tepco stark verstrahlt. In einem Entwässerungssystem beim Reaktorblock 1 wurden 10.000-fach erhöhte Werte von Jod-131 entdeckt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag und sprach von Strahlung im Grundwasser. Wie das Wasser genau verseucht wurde, war zunächst nicht bekannt. Tepco hatte die Wahrscheinlichkeit einer Verstrahlung des Grundwassers vorher stets als gering bezeichnet.

Auch in einem Wassergraben bei Reaktorblock 2 wurde eine Strahlung von 12 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter gemessen. Die Atomanlage ist seit dem Erdbeben vom 11. März stark zerstört. Es gibt Lecks, durch die strahlendes Wasser aus der Anlage tritt. Auch im Meer vor den Atommeilern wurde eine hohe Radioaktivität gemessen.

Ebenfalls am Donnerstag berichtete das Gesundheitsministerium, die Behörden hätten in Rindfleisch aus der Präfektur Fukushima eine deutlich erhöhte Strahlung gemessen. Der Wert für Cäsium habe leicht über dem Grenzwert gelegen.

dpa

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