Holländischer Nikolaus landet in Emden

Rassismus-Debatte hält Sinterklaas nicht auf

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Foto: Als niederländischer Nikolaus trifft der „Sinterklaas" zusammen mit seinen „Zwarte Pieten" zu seinem traditionellen Besuch in Emden ein.

Emden - Alle Jahre wieder: Der holländische Nikolaus kam auch in diesem Jahr wieder per Boot nach Emden. Ungeachtet einer vor Gerichten ausgefochtenen Rassismus-Debatte bei den holländischen Nachbarn waren auch seine schwarz geschminkten Helfer – die „Zwarten Pieten“ - wieder dabei.

Weihnachtsgrüße vom holländischen Nikolaus: Mit seinen traditionellen Helfern - den „Zwarte Pieten“ - ist er am Samstag in Emden gelandet. Hunderte Zuschauer bereiteten dem Sinterklaas - wie er in Holland heißt - im drittgrößten deutschen Nordseehafen ein begeistertes Willkommen, als er am Ratsdelft vom Boot aufs Ross umstieg und zum Weihnachtsmarkt der ostfriesischen Stadt ritt. Das Spektakel gilt als einer der Höhepunkte des nach einer Wappenfigur benannten traditionellen Emder Engelke-Weihnachtsmarktes.

Das höchste niederländische Verwaltungsgericht hatte vor knapp drei Wochen in einem Rassismusstreit entschieden, dass der Nikolaus bei seinem öffentlichen Einzug von schwarz-geschminkten Pieten begleitet werden darf. Sie streuen Pfeffernüsse und bringen Kindern Geschenke, wenn er auf seinem Schimmel durchs Land reitet. Nach Ansicht vieler Niederländer sind ihre dunklen Gesichter kein Symbol der grausamen Sklavenzeit und der alltäglichen Diskriminierung, sondern stammen vom Ruß der Schornsteine; durch die klettern die lustigen Helfer der Legende nach, um in den Wohnstuben die Geschenkpäckchen abzulegen.

dpa

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