Obstbauern unzufrieden

Regen dezimiert Kirschernte im Alten Land

+
Die Kirschernte fällt schlechter aus als im Jahr zuvor.

Jork - Noch ist die Kirschernte im Alten Land nicht ganz vorbei: Dass es aber kein gutes Jahr für die süßen roten Früchte wird, ist bereits klar. Obstbauer Hein Lührs aus Jork (Kreis Stade) hatte ohnehin mit einer geringeren Ernte als im Vorjahr auf seiner 1,5 Hektar großen Kirschplantage gerechnet. Nun hat auch noch der Regen in den vergangenen Tagen viele Früchte platzen lassen.

„Die saugen sich wegen des Lösungsausgleichs durch den Zucker voll Wasser. Irgendwann ist die Kirsche voll und platzt“, erklärt Lührs.

Problematisch sei es, wenn die Kirschen wegen Windstille sehr lange feucht blieben. Ein kurzer Starkregen bei kräftigem Wind richte dagegen keinen Schaden an. „Ich denke, dass wir die Hälfte von den Sorten, die wir jetzt pflücken, hängen lassen müssen.“ Insgesamt rechnet Lührs nur mit einem Viertel der Vorjahresernte. Die Menge der Früchte schwanke von Jahr zu Jahr stark.

Wenn die Qualität schwächer ist, sind nach Lührs Angaben auch die Preise niedriger. Nicht jede geplatzte Kirsche könne aussortiert werden. „Wenn wir im Hofladen verkaufen, werden wir den Preis reduzieren und so einen Anreiz schaffen. Wenn die schnell gegessen werden, ist das Platzen eigentlich nicht problematisch.“ Der Geschmack leide kaum. Direkt vermarktete, nicht geplatzte Kirschen kosten je nach Größe zwischen drei und acht Euro. In spätestens einer Woche soll die Kirschernte auf Lührs Hof für 2012 abgeschlossen sein.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare