Chirurgische Eingriffe abgesagt

Rost auf Operationsbesteck in Braunschweiger Klinik entdeckt

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Foto: Im Städtischen Klinikum Braunschweig sind Rostspuren auf chirurgischen Bestecken entdeckt worden.

Braunschweig - Nach dem Fund von Rostspuren auf chirurgischen Bestecken sind im Städtischen Klinikum Braunschweig Operationen abgesagt worden. Die winzigen Korrosionsspuren seien bei einer Qualitätskontrolle am vergangenen Mittwoch aufgefallen, sagte Kliniksprecherin Marion Lenz.

Die „Braunschweiger Zeitung“ hatte am Sonnabned berichtet, dass bisher 40 Operationen verschoben worden seien. Im Schnitt werden nach Angaben von Lenz täglich 200 Patienten operiert.

Die betroffenen Instrumente werden ausgetauscht und die Sterilisationsgeräte gereinigt. „Rostfraß hat man immer mal“, sagte Lenz. Das Problem sei, dass diese winzigen Lochfraßspuren nur mit einer Lupe und speziellem Licht zu erkennen seien. So blieben sie häufig lange unbemerkt. Im Sterilisationsprozess könnte sich der Lochfraß auf die anderen Instrumente übertragen.Die Einschränkungen im Klinikum betreffen einen Teil der Chirurgie und die Hals-Nasen-Ohren-Klinik. Für die Patienten habe keine Gesundheitsgefährdung bestanden. In der kommenden Woche werde der Operationsbetrieb wieder normal laufen. Vor Ostern sei ohnehin weniger Betrieb.

dpa

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