Nach Umweltskandal

Sanierung der A 7 beginnt später

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Nach dem Umweltskandal an der Autobahn 7 müssen die Anlieger bis zum nächsten Jahr auf eine Sanierung warten.

Hildesheim - Nach dem Umweltskandal an der Autobahn 7 müssen die Anlieger bis zum nächsten Jahr auf eine Sanierung warten. Anfang Februar hatte das Land öffentlich gemacht, dass bei den Arbeiten zum sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 zwischen Dreieck Salzgitter und Bockenem krebserregendes Material falsch verbaut wurde.

Das geht aus einer Erklärung hervor, die Helfried Basse, Umweltdezernent des Landkreises Hildesheim, Dinstagnachmittag im Bau- und Umweltausschuss des dortigen Kreistages abgab. Er betonte, seine Darstellung sei mit Verkehrs- und Umweltministerium in Hannover abgestimmt. Sie beruht auf ersten Ergebnissen von Gutachten zur Giftstoffbelastung auf dem Abschnitt zwischen dem Dreieck Salzgitter und Bockenem. Die Experten hätten die Annahme bestätigt, Mittel- und Seitenstreifen des zwölf Kilometer langen Autobahn-Teilstücks seien flächendeckend rund doppelt so hoch belastet, wie es der Grenzwert erlaubt.

Anfang Februar hatte das Land öffentlich gemacht, dass bei den Arbeiten zum sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 zwischen Dreieck Salzgitter und Bockenem Material, das sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthält, falsch verbaut wurde. Mit der Folge, dass Partikel des krebserregenden Stoffes jetzt in hoher Konzentration in Mittelstreifen und Böschung der Autobahn hängen. Nun sollen weitere Gutachten folgen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Partikel durch Regenwasser auch weiter von der Autobahn fortgespült werden können. Obwohl diese Untersuchungen noch ausstehen, ist Basse sicher, dass „keine akute Gefahr für Mensch und Umwelt“ besteht.

abu

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