Tönnies erntet Kritik

Schalke besucht Putin doch nicht

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Foto: Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

Gelsenkirchen - Nach seinen Äußerungen zu einer Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin an den FCSchalke 04 musste sich VorstandschefClemens Tönnies einige Kritik anhören. Jetzt stellte er klar:Es gibt aktuell keine Pläne für eine Reise des Bundesligisten nach Moskau.

Nach zum Teil heftiger Kritik hat Schalkes Vorstandschef Clemens Tönnies klargestellt, dass aktuell keine Reise des Fußball-Bundesligisten zuRusslands Staatspräsidenten Wladimir Putin geplant sei. „Fakt ist: Es gab noch nie und gibt keine Festlegung für einen solchen Termin“, ließ er am Donnerstag über den Sprecher seines Unternehmens mitteilen. Tönnies' Aussage habe weiter Bestand, „dass es aktuell auch keine Beschäftigung mit dieser Frage gibt, da dies aufgrund der aktuellen politischen Situation nicht angebracht wäre.“

In einemInterview mit dem „Handelsblatt“ (Mittwoch-Ausgabe) hatte der Fleischfabrikant auf die Frage, wann die Schalker Mannschaft zu Putin fliegen würde, geantwortet: „Sicher nicht vor der Fußball-Weltmeisterschaft imSommer. Zudem hat der Präsident imAugenblick sicher viel wichtigere Themen auf der Tagesordnung. Es ist jetzt nicht die Zeit dafür.“

In der Mitteilung am Donnerstag hieß es, die Interpretation sei "grundlegend falsch", dass aktuell eine Reise geplant sei oder Reisepläne für die Zukunft bestünden, an denen Tönnies festhalte. Entsprechende Meldungen sowie darauf aufbauende Kommentierungen „sind demgemäß zu beurteilen“. Laut dem Unternehmenssprecher fand das Interview am 3.April statt.

Vor allem aus der Politik war Kritik an Tönnies laut geworden. So hatte CDU-Generalsekretär Peter Tauber der „Bild“ (Donnerstag-Ausgabe) gesagt: „In der momentanen Lage eine Einladung in den Kreml anzunehmen und sich so instrumentalisieren zu lassen, zeugt nicht wirklich von Fingerspitzengefühl.“ Sport könne aufgrund seiner großen gesellschaftlichen Bedeutung nie völlig politikfrei sein.

Tönnies hatte im „Handelsblatt“ betont, dass der Club trotz der umstrittenen Rolle Russlands in der Ukrainekrise zur Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern steht. „Verträge sind einzuhalten und Verbindungen dürfen nicht abbrechen“, hatte Tönnies gesagt. Gazprom habe sich immer hervorragend verhalten.

dpa

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