Unfall bei Dreharbeiten

Schauspieler schießt Kollegen ins Bein

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Bekannt aus Polizeiruf 110: Schauspieler Edgar Selge (Archivfoto).

Übersee - Filmschuss, aber echte Verletzung: Bei Dreharbeiten für einen Krimi löst sich aus der Waffe des Schauspielers Edgar Selge ein Schuss und verletzt einen Kollegen. „Es tut mir unendlich leid...“

Der Schauspieler Edgar Selge (64) hat bei Krimi-Dreharbeiten am Chiemsee versehentlich einen Kollegen am Bein verletzt. Aus einer Pistole habe sich bei einer Szene ein Schuss gelöst, erklärte das ZDF am Donnerstag und bestätigte damit Medienberichte. „Da dieser aus unmittelbarer Nähe abgegeben wurde, kam es zu einer Verletzung, obwohl die Waffe nicht mit scharfer Munition, sondern mit Platzpatronen geladen war.“ Der Schauspieler Max Schmidt wurde ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nach der Behandlung wieder entlassen werden.

Edgar Selge („Poll“, „Polizeiruf 110“) zeigte sich bestürzt über den Unfall. „Nach der ausführlichen Besprechung mussten wir davon ausgehen, dass die Schreckschuss-Pistole im Augenblick des Schusses auf Max Schmidt nicht geladen war. Es tut mir unendlich leid für Max Schmidt“, ließ er über seine Agentur mitteilen.

Der genaue Verlauf und die Umstände des Unfalls in dem Badeort Übersee sind nach Angaben des ZDF noch unklar und werden noch rekonstruiert. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob die Waffe überhaupt mit Platzpatronen geladen sein durfte. Der Ablauf der Szene sei wie im Drehbuch vorgesehen gewesen, sagte ein ZDF-Sprecher.

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung auf. Dabei handle es sich aber um einen Routinevorgang, sagte ein Sprecher der Polizei in Rosenheim.

Der Krimi mit dem Arbeitstitel „Hattinger - Der Chiemsee-Krimi“ wird von Network Movie für das ZDF produziert. In dem 90-Minuten-Film macht die Polizei mit Schauspieler Michael Fitz in der Titelrolle Jagd auf einen Serienmörder. Seit Anfang des Monats laufen die Dreharbeiten am Chiemsee.

dpa

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