Zoll Hannover

Schmuggel von Waffen wird immer beliebter

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Symbolbild

Hannover - Immer häufiger findet das Zollfahndungsamt Hannover illegal eingeführte Waffen. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der bisher spektakulärste Fund der Beamten:16 Schnellfeuergewehre, sechs Pistolen und 500 Patronen in einem polnischen Wagen.

Die Anzahl der illegal nach Deutschland eingeführten Schusswaffen ist deutlich gestiegen. Das geht aus der Jahresbilanz des Zollfahndungsamtes Hannover hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. So zogen die Fahnder unter anderem im Juli 2014 auf der Autobahn 2 bei Hannover einen polnischen Wagen aus dem Verkehr. In den Seitenverkleidungen des Fahrzeugs waren 16 Schnellfeuergewehre, sechs Pistolen, 500 Patronen sowie weiteres Zubehör versteckt. Die Schmuggler wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Beim Bundeskriminalamt laufen derzeit noch weitere Ermittlungen, um die Auftraggeber der Lieferung dingfest machen zu können.

Weiterhin auf hohem Niveau ist die Anzahl der aufgedeckten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hannoversche Zollfahnder stellten im vergangenen Jahr 20,9 Kilo Kokain, elf Kilo Heroin und 66 Kilo Haschisch sicher. Spektakulär war ein Einsatz im Dezember. Damals entdeckten die Zollfahnder auf einem mit Blumen beladenen griechischen Sattelzug auf der Autobahn 2 62 Kilo Marihuana. Schlagzeilen machte auch der Fund von 18 Kilo Khat, einer insbesondere in Afrika beliebten Kaudroge, die als Kräutertee getarnt nach Deutschland geschmuggelt worden war.

Insgesamt leiteten die Mitarbeiter des Zollfahndungsamtes Hannover im vergangenen Jahr 619 Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 866 Beschuldigte ein. Sie stellten Vermögenswerte in Höhe von gut einer Millionen Euro und 15,8 Millionen unverzollter Zigaretten sicher.

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